Taifun „Melor“ trifft auf die Philippinen

Auf dem Nordwestpazifik verstärkt sich derzeit der Taifun „Melor“. Die mittleren Windgeschwindigkeiten reichen derzeit bis etwa 165 km/h mit noch weit stärkeren Böen. Der Luftdruck im Zentrum des Taifuns wird auf etwa 970 Hektopascal geschätzt. Aktuell befindet sich der Taifun mit seinem Zentrum etwa 700 Kilometer östlich der Philippinen und zieht nach Westen bis Nordwesten.

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„Melor“ erreicht die zentralen Philippinen im Laufe des Montags, die ersten Ausläufer erfassen jedoch schon heute Abend mitteleuropäischer Zeit die Inselgruppe. Bis dahin kann er sich unter günstigen Bedingungen weiter verstärken. Das Wasser weist Temperaturen bis 30 Grad auf und derzeit stören keine starken Höhenwinde die Entwicklung des Sturms. Am Montagmorgen werden in der so genannten „eyewall“, dem Ring um das Auge mit starkem Regen und dem stärksten Wind, mittlere Windgeschwindigkeiten um 200 km/h oder sogar noch darüber erwartet.

In großen Teilen der Philippinen drohen neben den Windböen vor allem heftige Regenfälle. Daher muss auf den bergigen Inseln mit lebensbedrohlichen Überschwemmungen und Erdrutschen gerechnet werden. Über den Philippinen wird sich der Taifun abschwächen und voraussichtlich bis zur Wochenmitte weitgehend auflösen.

In der Taifunsaison 2015 wurden bereits einige neue Rekorde aufgestellt. So gab es bisher 16 starke Taifune mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 185 km/h und mehr. Davon wurden 8 Taifune zu so genannten Supertaifunen mit mittleren Windgeschwindigkeiten von 230 km/h und mehr. Viele Taifune in 2015 erreichten recht weit östlich ihre volle Stärke. Hier wirkte sich das Warmwasserphänomen El Niño aus. Deutlich weniger los war im Südchinesischen Meer. Im Oktober hatte der Taifun „Koppu“ die nördlichen Philippinen getroffen und hier erhebliche Schäden angerichtet. Vor zwei Jahren traf der Rekordtaifun „Haiyan“ die Inselgruppe und hinterließ Tausende Tote.

Update, 13.12., 15 Uhr: Der Taifun hat sich enorm verstärkt mit mittleren Windgeschwindigkeiten bis etwa 215 km/h und hat noch viel Potenzial, bevor er auf die Philippinen trifft. Er könnte sogar zu einem Supertaifun mit Windgeschwindigkeiten von 240 km/h und mehr werden. Damit wird der Taifun für die Philippinen immer gefährlicher.

 

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Ein Kommentar

  1. freddytornado 13. Dezember 2015

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