Taifun Dujuan könnte Taiwan bedrohen

Der Tropensturm Dujuan (wir berichteten) hat sich über dem West-Pazifik mittlerweile zu einem Taifun verstärkt. Er weist ein ausgeprägtes Auge auf und hat eine beeindruckende, aber typische Struktur für einen starken Sturm in den Satellitenbildern (siehe Titelbild und weiter unten). Das Joint Typhoon Warning Center (JTWC) gab den Taifun am 26.09.2015, 02 Uhr MESZ mit folgenden Werten an:

Mittelwind: 90 Knoten – 167 km/h
Böen: 110 Knoten – 204 km/h

Am Sonntag soll der Taifun nach derzeitigen Prognosen seinen Höhepunkt erreichen mit Mittelwinden bis 213 km/h und Böen bis zu 260 km/h. Das sehr warme Meerwasser mit Temperaturen um 30 Grad, bietet idealen Nährboden für eine Verstärkung. Er soll dabei zunächst auf die südlichen Teile der zu Japan gehörenden Ryukyu-Inseln treffen, am Montag auf Taiwan und Dienstag auf das chinesische Festland. Anschließend wird er sich auf dem Festland abschwächen, kann aber immer noch heftige Regenfälle bringen. Nach der Prognose des JTWC könnte der Taifun Taiwans Millionenmetropole Taipeh erfassen. Für eine größere Ansicht bitte die Grafik anklicken. Der mit einer gestrichelten Linie umfasste schraffierte Bereich, gibt die Unsicherheit der Prognose an. Es besteht also noch die Möglichkeit, dass der Taifun nördlich an Taiwan vorbeizieht.

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Prognose zu Taifun Dujuan des JTWC

Satellitenbild vom 26.09.2015, 08 Uhr MESZ

Satellitenbild vom 26.09.2015, 08 Uhr MESZ

Neben den enormen Windgeschwindigkeiten, unter anderem die hohen, andauernden Mittelwinde, aber auch die extremen Böen, sind vor allem intensive Regenfälle bei tropischen Stürmen sehr gefährlich. Innerhalb von 1 bis 2 Tagen können mehrere hundert Liter Regen pro Quadratmeter fallen, unter Umständen soviel, wie bei uns in Deutschland in einem halben oder im Extremfall einem ganzen Jahr. Schwere Überschwemmungen und massive Erdrutsche sind die Folge.

Ein Kommentar

  1. Holgi-San 26. September 2015

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