Einiges los auf dem tropischen Atlantik

Der ehemalige Hurricane Danny, der sich inzwischen zur Tropischen Depression abschwächt, hat die Kleinen Antillen erreicht. Um 14 Uhr MESZ lag Danny vor Guadeloupe und Dominica. Er wird in den nächsten Stunden weiter nach Westen in die Karibische See ziehen. Die nachfolgende Animation von Danny im Wasserdampf-Kanal zeigt, über wie viel Wasser das tropische System noch verfügt. Auf den nördlichen Inseln der Antillen, den sogenannten Leeward Inseln, den Jungferninseln und Puerto Rico werden bis Dienstagabend daher kräftige Regenfälle von 50 bis 100 l/qm Regen erwartet.

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Animation von Danny im Wasserdampf-Kanal

 

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Zugbahn von Danny (Prognose des National Hurricane Centers)

Während sich Danny in den nächsten 48 Stunden weiter zum ‚normalen“ Tief abschwächen wird, geht der Blick auf dem Atlantik allerdings schon wieder weiter nach Osten. Denn dort befinden sich derzeit zwei weitere Störungen in Form von Gewitterclustern (einer Ansammlung von mehreren Schauern und Gewittern), die sich im Laufe der Woche zu einer tropischen Depression entwickeln könnten. Wobei die Wahrscheinlichkeit tropisch zu werden für die östlichste Störung bei den Kap Verden mir nur 10% deutlich geringer ist. Das National Hurricane Center gibt der Störung „in der Mitte“ dagegen eine 90%ige Chance, eine tropische Depression zu werden. Es bleibt also spannend, ob sich eine gute Woche nach dem ersten atlantischen Hurricane der Saison schon der nächste entwickeln wird.

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Danny und die zwei tropischen Störungen (roter Kasten) auf dem Meteosat-Satellitenbild.

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