Sturm Fabienne

Wir haben bereits gestern ausführlich zu Sturm Fabienne geschrieben.

+++ Hier gehts zum Liveticker +++


Zum Verfolgen der Kaltfront:


Schauen wir auf die heutigen Wetterkarten: Fest steht, das Sturmtief Fabienne zieht mit seinem Zentrum genau über die Mitte Deutschlands (Eifel-Mittelhessen-Thüringen-Sachsen). Alle Gebiete südlich davon sind sturmgefährdet. Es gibt im Süden des Landes kurzzeitig einen Wärme-Einschub (rötlich dargestellte Flächen) – und genau das sind auch die Gebiete, wo das Sturm-Potential am höchsten ist. Die Kaltfront (beginnend über Rheinland-Pfalz und dem Saarland – ab circa 16/17 Uhr) überquert dann im Eilzugstempo Deutschland von West nach Südost – in der zweiten Nachthälfte dann auch Ostösterreich.

Hier stundenweise vor-/zurückklicken und genau sehen, wann sich wo die Kaltfront befindet. Sie wird begleitet von kräftigen Regengüssen, oft auch von kurzen Gewittern (pinke Flächen). Im Vorfeld der Kaltfront und im Zusammenhang mit dem Kaltfrontdurchgang besteht die höchste Sturmgefahr, da dann – bei starker Durchmischung der Luftschichten – auch Wind aus großer Höhe runtergemischt werden kann. Somit kommen selbst im Flachland Sturm- bis Orkanböen zustande. Ein Vergleich der verschiedenen Wettermodelle ist möglich – einfach auf die blauen Buttons oben klicken.

Es muss gesagt werden, dass es sich um ein kurzzeitiges Sturm-Ereignis handelt, die Kaltfront ist auch nicht überall im Land gleich stark ausgeprägt (Gewitter und starke Durchmischung mit höheren Luftschichten treten nicht überall auf) – darum noch immer die Unsicherheiten, wie stark der Wind/Sturm im Flachland tatsächlich ausfällt. Es ist und bleibt aber eine gefährliche Lage. Darum die Warnung: Meiden Sie (Sonntagspätnachmittag bis Montagmorgen) Parkanlagen, Bäume, Alleen, Wälder usw. – es besteht große Gefahr von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Auch Dachziegel und unbefestigte Gegenstände können umherfligen. Bei Windgeschwindigkeiten über 100 km/h bestehen zum Teil auch an Gebäuden Schadenpotential.

Zu den Windgeschwindigkeiten im Detail: Meist gibt es bei Frontdurchgang (nach dem Super-HD-Modell) 70 bis 100 km/h, stellenweise sind aber auch – regional eng begrenzt – deutlich über 100 km/h (bis zu 130-140 km/h) im Flachland möglich (Modell-Vergleich über blaue Buttons oben, stundenweise vor-/zurückklicken). Es gibt nach wie vor Modell-Berechnungen, die Fabienne deutlich stärker, aber auch schwächer berechnen.

Sie können selbst nachschauen, wie stark der Wind wird (wie groß die Schwankungsbreite der Wettermodelle ist) – Beispiel Frankfurt/Main – dazu über Menü ihren Wunschort eingeben, dann über den Reiter oben: Wind/Windböen auswählen.

Wir halten Sie bei Kachelmannwetter-Facebook, Twitter, auf dem Wetterkanal auf dem Laufenden. Die Pflotsh-Apps sowie die Warnungen von Meteosafe helfen zusätzlich, sich ein Bild über Sturm Fabienne zu machen.

7 Kommentare

  1. Jens 23. September 2018
    • Peter 23. September 2018
      • Jens 23. September 2018
  2. Claudia Brütsch 23. September 2018
    • Wettervorhersage 23. September 2018
  3. Heinz 23. September 2018
    • Wettervorhersage 23. September 2018

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