Mehr Details zu Sturm Fabienne

Immer mehr konkretisiert sich die Zugbahn von Sturm „Fabienne“. Hier im Kachelmann-Wetterkanal gibt es detaillierte Informationen zu Fabienne, die uns ab morgen (Sonntagnachmittag und -abend) überquert.

Zur Ausgangslage:

Momentan bildet sich über dem Atlantik südwestlich von Großbritannien ein Randtief, ein sogenannter „Schnellläufer“. Er intensiviert sich (der Luftdruck fällt) – und das kleine, aber wetterwirksame Tief zieht am Sonntag (ab circa 16/17 Uhr bis in die Nacht auf Montag) genau über die Mitte Deutschlands hinweg. Dahinter baut sich zum Wochenbeginn (mit Zentrum über Großbritannien) rasch ein neues, kräftiges Hochdruckgebiet auf.

Nun, das kleine Tief am Sonntagabend über der Mitte Deutschlands ist für den Sturm und den Regen im Land entscheidend – wir schauen detaillierter hin: Die Zugbahn des Tiefs wird nun – nach allen wichtigen und guten Wettermodellen – ähnlich berechnet: Die Zugbahn des Tiefkerns liegt vom südlichen NRW-Rheinland-Pfalz-Mittelhessen-Thüringen und Nordbayern bis zum Erzgebirge.

Das bedeutet, wind- und sturmmäßig sind alle Regionen und Gebiete südlich des Tiefkerns betroffen und gefährdet. An der Südseite des Tiefs zieht Sonntag spätnachmittags und bis in die Nacht hinein eine Kaltfront durch, sie löst die stärksten Windböen aus. Die Kaltfront ist von Gewittern begleitet, das bedeutet, es findet eine starke Durchmischung der Luftschichten statt (es wird auch der Höhenwind runtergemischt) – und somit ist im Zusammenhang mit diesem Kaltfrontdurchgang Sturm bis Orkan möglich  – selbst im Flachland. Schauen wir zunächst auf den Wetterablauf/auf den Kaltfrontdurchgang:

Sie formiert sich zwischen 16 und 17 Uhr über Luxemburg und der Eifel – liegt dann um 20 Uhr circa auf einer Linie Thüringer Becken-Hohenloher Ebene-Oberrhein – und zieht im Eilzugstempo bis gegen Mitternacht zum bayerischen Alpenrand (über das Menü stundenweise vor- oder zurückklicken, Modellvergleich oben über die blauen Buttons). Die pinke Linie deutet auf die Kaltfront hin, begleitet von Gewittern. Dabei sind schwere Sturmböen bis hin zu Orkanböen (110 bis 140 km/h) möglich, selbst vereinzelte Tornados sind mit dieser Gewitterlinie nicht ganz ausgeschlossen.

Zur detaillierten Wind-Prognose:

Das Windfeld baut sich morgen (Sonntag-) Nachmittag über der Südhälfte des Landes auf (mit Böen im Bereich 40 bis 60 km/h). Bei Kaltfrontdurchgang sind dann gefährliche Windspitzen im Bereich 90 bis 110, zum Teil aber auch 110 bis 140 km/h drin (Stunden über Menü vorwärtsklicken, Modellvergleich über blaue Buttons oben). Also aufgepasst: Zusammen mit noch voll belaubten Bäumen ergibt das eine sehr brisante Mischung – meiden Sie (Sonntagspätnachmittag bis Montagmorgen) Parkanlagen, Bäume, Alleen, Wälder usw. – es besteht große Gefahr von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Auch Dachziegel und unbefestigte Gegenstände können umherfligen. Bei 110 bis 140 km/h besteht zum Teil auch an Gebäuden Schadenpotential. Nördlich des Tiefzentrums (NRW, Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Berlin-Brandenburg, Sachsen-Anhalt) ist in Sachen Sturm nichts Grobes zu befürchten.

Zu den Niederschlagsmengen:

Vor allem im Tiefzentrum und knapp nördlich davon treten die größten Regenmengen auf. So werden im Bereich Hannover-Berlin und südlich davon bis Mittelhessen Regenmengen im Bereich 30 bis 50 l/m² erwartet – ein Anfang zumindest, um die andauernde Trockenheit in diesen Regionen etwas zu schmälern.

Fazit: Updates verfolgen, was Sonntag spätnachmittags bis in die Nacht auf Montag in Sachen Sturm/Orkan tatsächlich passiert – wir halten Sie bei Kachelmannwetter-Facebook, Twitter, auf dem Wetterkanal und morgen via Live-Ticker auf dem Laufenden. Die Pflotsh-Apps sowie die Warnungen von Meteosafe helfen zusätzlich, sich ein Bild über Sturm Fabienne zu machen.

3 Kommentare

  1. Schnuddelbudel 22. September 2018
  2. Florian Irk 22. September 2018
    • Peter 23. September 2018

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