Regen, Wind und Schnee im Osten der USA

Die Überreste von Hurricane Patricia brachten am Wochenende Überschwemmungen nach Texas und sind nun an der Ostküste bei mir in South Carolina angekommen. Wobei man betonen muss, dass vom eigentlichen Hurricane nichts mehr übrig ist. Wenn man den aktuellen Regen jedoch zurück verfolgt, dann findet man eine Verbindung zu Patricia.

Wie mein Kollege Andreas am Samstag berichtete, hat sich am Wochenende aus den Überresten des Hurricanes Patricia ein neues Tief über dem Golf von Mexiko gebildet und ist weiter nach Louisiana gezogen. Dabei wird auf der Vorderseite des Tiefs viel feuchte Luft aus dem Golf nordwärts in Richtung der Carolina Staaten gelenkt. Gleichzeitig näherte sich hier am Montag eine Kaltfront. Ein kräftiges Regengebiet entstand, dass nun noch bis Mittwoch nicht nur den Südosten, sondern sogar nahezu den gesamten Osten der USA beeinflussen wird, denn es breitet sich weiter in den Nordosten aus. Die folgende Abbildung zeigt die Regensummen bis Mittwochabend (zum Vergrößern bitte anklicken).

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Die Regenmengen bis Mittwochabend.

Dieses Tief zieht bis Mittwoch weiter zu den Großen Seen und verstärkt sich zu einem Sturmtief. Im Norden,  in einem großen Bogen „rund um“ die Großen Seen von  North Dakota bis New York wird es bis Donnerstag windig bis stürmisch mit Böen zwischen 60 und 100 km/h. Zu guter letzt lenkt das Tief kalte Luft von Kanada her in den Norden der USA, so dass direkt südlich der Seen sogar auch etwas Schnee fallen kann.

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Das Tief lässt sich auch auf unseren Globus-Satellitenbildern verfolgen.

Ein Kommentar

  1. Florian Fleißner 28. Oktober 2015

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