Waldbrandgefahr teilweise immer noch hoch – ab morgen Entspannung!

Starkregen, Unwetter, Gewitter und heftige Niederschläge sind die Schlagworte, die in den letzten Wochen regelmäßig fielen. Doch die großen Regenmengen traten oftmals nur punktuell auf. Den Süden ausgenommen: Im Alpenvorland regnete es auch länger anhaltend, hier ist von Waldbrandgefahr keine Rede. Währenddessen bittet das Bezirksamt Berlin sogar die Anwohner um Mithilfe, öffentlich neu gepflanzte, junge Bäume mit 10 Litern pro Tag(!) zu gießen.
Es gab lange Zeit keinen andauernden, flächendeckenden Regen mehr in vielen Regionen Deutschlands. Daher ist der WBI (Waldbrandgefahrenindex) verbreitet bei „mittlere Gefahr“ (orange); eine hohe Gefahr (dunkles Orange) besteht von Rheinhessen bis nach Unterfranken sowie in Teilen Brandenburgs und Sachsen-Anhalts.

Der WBI wird vom Deutschen Wetterdienst operationell bestimmt, also automatisch berechnet, auf Grundlage der Regenmengen der letzten 5 Tage und/oder Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit.

Auch der Graslandfeuerindex (GLFI) deutet verbreitet auf „hohe Gefahr“ (dunkles Orange) hin:

Graslandfeuerindex

Graslandfeuerindex

Da ab heute Nachmittag über die Nacht bis morgen ein Regengebiet über Deutschland von Nord nach Süd zieht, sinkt die Waldbrandgefahr wieder ab. Auch in den Folgetagen wird es immer wieder regnen, sodass die Bodenoberflächen nicht stark austrocknen.

WBI2

Die allgemeinen Verhaltensregeln und Präventionsmaßnahmen kennt jeder. Sitchworte Zigaretten oder Glasflaschen im Wald liegen lassen — nein. Außerdem sollte man nicht mit dem Auto einen Waldweg befahren (was ohnehin verboten ist), denn oft sind es auch die heißen Katalysatoren, die Brände verursachen können… fahrlässig!
Im Übrigen: In Brandenburg verursachte 2010 uralte, sich selbst entzündende Munition aus dem Zweiten Weltkrieg beachtliche 85% der Waldbrandfläche des Jahres.

3 Kommentare

  1. Frank 17. Juni 2015
    • Marcus 17. Juni 2015
  2. Frank aus Erlangen 17. Juni 2015

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