Update 8:30 Uhr: Julisturm, neuer Modellvergleich

Derzeit liegt das Sturmtief vor der holländischen Küste und zieht bis zum späten Samstagabend weiter nach Schleswig-Holstein. Vor allem auf der Rückseite des Tiefs muss mit schweren Sturmböen, orkanartigen Böen und vereinzelt sogar mit Orkanböen gerechnet werden!

Gehen wir mal in die Details und schauen uns die neuen Wettermodell vom heutigen Morgen im Vergleich an:

ModellA ModellA15 ModellA18 ModellA21

Modell A legt das Hauptsturmfeld um 17 Uhr über den Niederrhein und das Münsterland mit Böen, die bis zu 100 km/h erreichen! Weiter zum Abend hin schwächt dieses Modell den Sturm ab, dennoch sind vielerorts weiter Sturmböen von 70 bis über 80 km/h zu erwarten.

 

ModellB ModellB15 ModellB18 ModellB21

Auch Modell B sieht nun den Hauptsturm von der holländischen Küste bis nach NRW, abends ist dann die Nordsee dran mit schwerem Sturm. In diesem Modell werden vielfach Böen von 80 bis knapp über 90 km/h gerechnet.

 

ModellC ModellC15 ModellC18 ModellC21

Vom Modell C ist leider nur der Mittelwind verfügbar, Böen werden hier nicht gerechnet. Doch auch hier zeichnet sich eine deutliche und heftige Sturmlage für den Nordwesten Deutschlands und auch für Holland ab. Bei Mittelwinden von 50 bis 60 km/h kann man in der Regel locker mit Böen von 90 bis 100 km/h rechnen, bei 70 km/h Mittelwind an der holländischen Nordsee sind Orkanböen denkbar.

 

ModellD ModellD15 ModellD18 ModellD21

Modell D schießt den Vogel ab, was die Berechnungen angehen: Voller Orkan an der holländischen Küste mit teils über 130 km/h Windböen. Auch NRW wird übel getroffen mit Böen von mehr als 100 km/h vom Niederrhein über das Ruhrgebiet bis nach Ostwestfalen. Später zum Abend ist auch hier die Nordsee im Sturm.

Kommen wir aber zum letzten Modell:

ModellE ModellE15 ModellE18 ModellE21

Modell E sieht es ganz ähnlich wie Modell D und macht sowohl an der holländischen Küste die Gefahr von Orkanböen, ebenso aber auch in NRW orkanartige Böen von mehr als 100 km/h!

Fazit: Die Modelle sind sich ziemlich einig nun, welche Gebiete Deutschlands vom Sturm am schwersten getroffen werden. Nur in der Stärke der Böen gibt es selbst nur wenige Stunden vor diesem Ereignis noch Unterschiede.

Wir können davon ausgehen, dass es in NRW am heftigsten zur Sache geht mit Böen zwischen 80 und 100 km/h, örtlich sind sicher auch Böen um 110 km/h zu erwarten. Als Zeitraum dürfte da 14 bis 18 Uhr für NRW genannt werden.

Grade im bevölkerungsreichsten Land mit der Metropolregion Rheinland und Ruhrgebiet sind schlimme Schäden denkbar. Besonders im Ruhegebiet und im Kreis Düsseldorf sind viele Bäume und Äste noch geschädigt vom Pfingstunwetter 2014 und könnten so leichter brechen oder umstürzen.

 

Schlusswort:

Auch wenn sich für manch einen die Stärke der Windböen nicht schlimm anhört, weil es bei bekannten Stürmen wie Kyrill höhere Windstärken gab: unterschätzt den Sturm nicht! Man kann ihn mit Herbst- oder Winterstürmen wie Kyrill nicht vergleichen. Zu dieser Jahreszeit im Sommer sind die Bäume voll belaubt, der Wind hat eine deutlich größere Angriffsfläche und kann viel leichter einen Baum entwurzeln. Meidet also auf jeden Fall Wälder! Bitte auch auf OpenAir-Veranstaltungen mit Bühnen und Zelten sowie auf Campingplätzen aufpassen. Großes ACHTUNG gilt auch für die niederländische Küste und am Nachmittag oder Abend den Bereich rund um das Ijsselmeer! Hier kann es schwere Sturmböen oder orkanartigen Böen geben. Solltet ihr Urlauber dort kennen, gebt Ihnen Bescheid!

Passt auf euch auf und ein herzliches Glückauf in die Sturmregionen

5 Kommentare

  1. Stefan 25. Juli 2015
  2. Driland 25. Juli 2015
  3. Ulrich Schütte 25. Juli 2015
  4. Chris Marquardt 25. Juli 2015
  5. Rene Gerber 25. Juli 2015

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