Unwetterbilanz vom Dienstag – großer Hagel und Tornados

Die heiße Luft wurde am Dienstag verdrängt aus Deutschland und in einigen Landesteilen gab es heftige Gewitter. Schon am frühen Morgen zwischen 2 und 3 Uhr kam es im westlichen Ruhrgebiet zu einem Unwetter mit großem Hagel, der Fensterscheiben durchschlug und Autos zerbeulte.

 

In den Morgen- und Vormittagsstunden zogen dann Unwetter über den Norden und Nordosten hinweg. Zunächst war unter anderem hamburg betroffen, im weiteren Verlauf bildete sich über Mecklenburg-Vorpommern eine intensive Gewitterlinie, die weiter nach Osten zog.

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Um die Mittagszeit war dann auch Berlin betroffen, wo sich vorlaufend eine erste Gewitterzelle mit Hagel über dem Osten der Stadt bildete. Anschließend zog ein weiteres Gewitter über die Stadt hinweg, der Süden bekam dabei kaum etwas ab. Zahlreiche Blitzeinschläge zeigt die Blitzanalyse. Zudem gab es bei einem Gewitter in Brandenburg bei Mittenwalde einen Tornado, über Schäden ist aber noch nichts bekannt.

Ab dem Mittag bildeten sich zudem von der Pfalz und Hessen her neue Gewitter, die bis zum Abend weiter in den Osten zogen. Örtlich gab es neben heftigem Starkregen auch großen Hagel, zudem wurden einige Funnelclouds/Trichterwolken beobachtet.

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Bei Frankfurt wurde von mehreren Personen eine Trichterwolke beobachtet. Ob es auch Bodenkontakt und damit einen Tornado gab, ist noch unklar.

Bei Bad Emstal in Hessen gab es dann einen Tornado, hier bestand ziemlich sicher Bodenkontakt, wie Videos zeigen. Das Radarbild dazu – westlich von Baunatal.

Eine besonders intensive Gewitterzelle, eine sogenannte Superzelle, zog von Kassel aus über Thüringen hinweg bis nach Sachsen und brachte auf ihrem Weg örtlich großen Hagel. In Sachsen schwächte sie sich dann auf ihrem Weg bis nach Meißen langsam etwas ab, zumindest fiel der Hagel nicht mehr so groß aus. Die Spur ist in unserem Hagelalarm gut zu sehen.

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Die 24stündige Niederschlagssummenkarte zeigt sehr gut die Schwerpunkte der Unwetterlage und dass natürlich auch viele Regionen ausgespart wurden. Zudem liegen wie immer volle keller oft sehr nah an fast trockenen Orten.

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