Turbulenter Sommer: Ade! – ein Rückblick.

Am Montag, den 31. August, sagt der meteorologische Sommer zum Abschied laut Servus; mit einer gewittrigen Kaltfront geht er zu Ende. Zu diesem Wetterumschwung und wo es überall donnern wird, schreiben wir aktuell täglich; bitte selbst auf der Startseite bedienen: wetterkanal.kachelmannwetter.com.

Was war das für ein turbulenter Sommer 2015? Lange Dürreperioden, unschiffbare Flüsse weil niedrige Pegel, anderswo lokale Überflutungen, #vollekeller. Unerträgliche Hitze, gebrochene Allzeitrekorde, aufgeplatzter Asphalt, #julisturm, unwetterartige Gewitter, Tornados, Hagel, sogar Bodenfrost, das alles finden Sie bereits unter diesen Stichworten im Wetterkanal.

Wir wollen einige Dinge nochmal Revue passieren lassen.

Temperaturen:

Ich habe mal durchgezählt. Von insgesamt 91 Tagen hatten wir 76 Tage, an denen es an mindestens einem Ort in Deutschland 25,0°C oder darüber warm war. Davon gab es an 46 Tagen Werte über 30 Grad und an 25 Tagen sogar mehr als 35,0°C. Am meisten in Erinnerung bleiben sicher die beiden stärksten Hitzewellen: Anfang Juli mit neuen Allzeitrekorden und einem neuen Deutschland-Rekord für Kitzingen (40,3°C) am 05.07. – der dann prompt am 07.08. erneut eingestellt wurde. An jenem Tag sind sogar Hitzerekorde an über 100 deutschen Wetterstationen geknackt worden, HIER die Liste dazu.

Maxima am 05. Juli 2015

Maxima am 05. Juli 2015

 

Maxima am 07. August 2015

Maxima am 07. August 2015

 

Neben den Hitzerekorden kam auch die Schafskälte Mitte Juni. Beeindruckend war die Nacht zum 17. Juni, im Norden verbreitet Bodenfrost. Doch auch nach der ersten extremen Hitzewelle gab es am 10. Juli tatsächlich nochmal Bodenfrost – und das nur 5 Nächte nach 40,3 Grad … Die Kollegen haben dazu einen interessanten Blog verfasst.

Minima am 10. Juli 2015

Minima am 10. Juli 2015

 

Niederschlag:

Allgemein lässt sich sagen, dass es diesen Sommer recht wenig flächendeckenden Landregen gab. Die Güsse kamen meist nur lokal mit Schwergewittern runter, weshalb es auch auf kleiner Entfernung große Unterschiede gibt, und nicht alle Mengen von Stationen erfasst wurden. Glücklicherweise gibt es unsere radarbasierten Niederschlagssummen. So war es im Juni insgesamt deutlich zu trocken, punktuell liefen im Süden mit den Gewittern aber die Keller voll. Der Juli versuchte das Ganze dann umzukehren. So war es im Süden deutlich zu trocken. Dafür gab es bei einem Unwetter in Demker bei Stendal (Sachsen-Anhalt) in nur wenigen Stunden stationär 120 mm zu verzeichnen. Ein paar hundert Meter entfernt war der Kern der sich nicht bewegenden Gewitterzelle und brachte lt. Radarmessungen locker an die 200 Liter innerhalb weniger Stunden. 1 km entfernt war nix. Auch an anderen Orten kam extrem viel Niederschlag in kurzer Zeit zusammen. Jedoch auch Dürre machte vielen zu schaffen, bspw. in Rheinland-Pfalz.

Regensummen im Juni 2015

Regensummen im Juni 2015

Regensummen im Juli 2015

Regensummen im Juli 2015

Regensummen im August 2015

Regensummen im August 2015

Flüsse im Norden hatten es dennoch nicht leicht. Die Elbe bspw. konnte wochenlang nicht beschifft werden mit Pegelständen von teilweise nur 60 Zentimeter oder weniger.

In den Gewittern waren auch einige Tornados dabei. Alle Verdachtsfälle und Bestätigungen finden Sie auf tornadoliste.de.

#julisturm:

Nicht zu vergessen ist natürlich der #julisturm am 25./26.07. von Tief Zeljko. Solche teils orkanartigen Winde sind nicht ungewöhnlich in Deutschland, aber doch recht selten für diese Jahreszeit; außerdem gefährlicher als im Herbst oder Winter, da Open Air Veranstaltungen stattfinden und die Bäume höherer Belastung ausgesetzt sind, weil sie Laub tragen. Für Meteorologen war der Sturm schwer vorherzusagen, weil das Tief sich eben sehr rasch und sehr kleinräumig entwickelt hat. Die stärkste Böe wurde mit 159 km/h auf dem Brocken gezählt, aber auch im Flachland gab es bis 100 km/h (Weinbiet) sowie 106 km/h auf Spiekeroog (Nordseeinsel).

Für die Sonnenscheindauer präsentiere ich keine Statistik – ich glaube, wir sind uns alle einig, dass wir uns über die Sonnenstunden nicht beschweren konnten (außer jemand mag die Sonne nicht 😉 ). Im Übrigen sagen auch die Statistiken, dass wir fast überall 100% oder mehr Sonne hatten im Vergleich zum klimatischen „Soll“.

Auf kachelmannwetter.com finden Sie nicht nur Wettervorhersagen XL mit bis zu 10 verschiedenen Modellen. Sie finden auch ein einzigartiges Archiv der Wetterdaten seit dem Start unseres Portals im Mai. Wann war es heiß? Wann war es kalt? Mein Nachbar musste seinen Garten wässern, während ich meinen Keller leer gepumpt habe?

Außerdem existieren extra Zusammenfassungen, jederzeit abrufbar: Rückblicke für

JUNI 2015

JULI 2015

AUGUST 2015 (kommt Montag von Rebekka)

In diesem Sinne, warten wir ab, was der Herbst bringt. Es gibt Anzeichen für einen Altweibersommer um die Mitte des Septembers herum, aber das ist noch Kaffeesatzleserei.

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