Tornado am Pfingstsonntag vor Berlin

Am Pfingstwochenende gab es nicht nur zahlreiche Schauer, sondern auch einen schwachen Tornado direkt vor den Toren Berlins. Er zog über eine Wohnsiedlung in Dallgow hinweg, nur wenige Kilometer westlich von Berlin-Staaken. Beschädigt wurden hier unter anderem zwei Gartenhäuser und das Dach eines Wohnhauses. Es handelte sich aber nur um einen schwachen Tornado.

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Der Tornado konnte an Hand der aufgetretenen Schäden und mit Augenzeugenaussagen bestätigt werden. Es ist der erste bekannte Tornado in diesem Jahr in Berlin oder Brandenburg. Tornados werden in Deutschland auch als Windhosen oder über einer Wasserfläche als Wasserhosen bezeichnet. Man geht von 30 bis 60 Tornados pro Jahr in Deutschland aus, davon mehrere in Berlin und Brandenburg. Was viele nicht wissen: Tornados können bei uns genauso stark sein wie die Tornados in den USA, im Mai 1979 wurden im Süden Brandenburg sogar mal tonnenschwere Mähdrescher durch die Luft gewirbelt.

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Das Radarbild vom Sonntagnachmittag zeigt bei Falkensee, direkt westlich von Spandau, einen kleinen, aber kräftigen Schauer (links am Bildrand in gelb). Im Bereich dieses Schauers entstand der kurzlebige Tornado.

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