Schauer und Gewitterlage im Süden und Westen

Am heutigen Mittwoch und am Donnerstag stellt sich eine Wetterlage ein, die an die Unwetterlagen von Ende Mai bis Mitte Juli 2016 erinnert: In einigen Regionen können sich kräftige Schauer und einzelne Gewitter bilden, die sich wegen nur schwacher Höhenströmung kaum verlagern und lokal eng begrenzt größere Regenmengen hervorbringen können. Vereinzelt sind bei einer solchen Wetterlage auch Tornados möglich.

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Die Höhenkarte für den Mittwochnachmittag aus dem HD-Modell zeigt in rund 5,5 Kilometer Höhe ein Tief über dem Nordosten Frankreichs. Es ist angefüllt mit höhenkalter Luft, die sich auch im Süden und Westen Deutschlands noch auswirkt. Durch die recht großen Temperaturunterschiede zwischen unten und oben ist die Schichtung labil, die wärmere und feuchte Luft steigt auf und es bilden sich Schauer und einzelne Gewitter.

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Das signifikante Wetter am Mittwochnachmittag aus dem SuperHD-Modell, man kann die Karten Stunde für Stunde durchblättern und in die Bundesländer und Kreise zoomen. Vor allem in NRW, Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Hessen, Baden-Württemberg und Bayern sind örtlich Gewitter möglich.

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Die Karte aus dem HD-Modell zeigt den Wind in rund 1500 Meter Höhe am Mittwochnachmittag. Gerade in den Schauer- und Gewitterregionen im Süden und Westen weht kaum Höhenwind, auch in größeren Höhen sieht es kaum anders aus. Damit ziehen Schauer und Gewitter nur langsam. Dies hat zur Folge, dass lokal eng begrenzt größere Regenmengen fallen können, schnell sind bei solchen Wetterlagen ganz lokal auch Überschwemmungen möglich.

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Die Regensummen bis Mitternacht aus dem SuperHD-Modell mit lokal größeren Regenmengen, vereinzelt sind auch 30 Liter pro Quadratmeter und mehr möglich.

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Die Regensummenkarte bis in die Nacht zum Freitag zeigt noch größere Regenmengen, vereinzelt sind sogar mehr als 50 Liter pro Quadratmeter möglich.

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Auch die Tornadogefahr ist bei solchen Wetterlagen immer erhöht (Foto: Tornado in Hamburg am 07.06.2016, Foto von David G.), wobei Tornados bei solchen Schauerlagen kaum vorhersagbar sind. Tornados entstehen nicht nur bei schweren Sommergewittern mit starkem Höhenwind, sondern auch bei höhenwindschwachen Schauerwetterlagen, mehr dazu bei uns im Wetterkanal: Tornados auch bei Schauerwetter möglich.

Die derzeitige Wetterlage erinnert stark an die Unwetterlagen von Ende Mai bis Mitte Juli 2016, als zahlreiche Tornados und Trichterwolken beobachtet wurden, die die Tornadosaison 2016 zu einer Rekordsaison werden ließen. Allerdings trug zu den extrem hohen Zahlen auch ein verbessertes Beobachternetz bei.


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3 Kommentare

  1. Jörg 3. Mai 2017
  2. Horatio Hornblower 3. Mai 2017
    • Thomas Sävert 3. Mai 2017

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