Mit dem Rheinpegel geht es bergab – wie lange noch?

Der Rhein hat sich im Bereich von Nordrhein-Westfalen weit in sein Bett zurückgezogen. Dabei hat es doch im bevölkerungsreichsten Bundesland in den vergangenen Wochen ganz schön oft und ergiebig geregnet wie unsere Radaranalyse der vergangenen 30 Tage  HIER zeigt.
Grund für das Niedrigwasser am Rhein ist die trockene Witterung der vergangenen Monate im südlichen Teil des Rheineinzugsgebietes. Hier war der Sommer sehr heiß und trocken. Die Regenfälle in Nordrhein-Westfalen konnten nur dem Niederrhein etwas helfen, doch aus der Schweiz und Baden-Württemberg kommt sehr wenig Wasser. Auch die Mosel nebst ihren Zuflüssen weist nur geringe Abflussmengen auf. Die Niederschlagssummen im Südwesten Deutschlands waren sehr gering. Die Trockenregionen zeichnen sich in den vergangenen 30 Tagen in der Skala mit unter 40 Liter Regen pro Quadratmeter sehr gut ab. Auch das kann man auf dieser KARTE sehr gut sehen.
So kommt das momentan erhebliche Niedrigwasser am Rhein zustande. Am Pegel Düsseldorf fehlen derzeit nur noch rund 40 Zentimeter vom Allzeitrekord aus dem Trockensommer 2003. Damals sank der Wasserstand auf bis zu 0,38 m ab. Offiziell werden von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung 0,40 m als niedrigster bisher bekannter Wasserstand angegeben. Zum Vergleich: Der mittlere Wasserstand liegt am Pegel Düsseldorf bei 2,84 Meter.
Und wie geht es weiter?
Zunächst werden die Wasserstände am Rhein an diesem Wochenende noch weiter zurückgehen. Aus Westen nähern sich zwar Tiefausläufer mit Regenwolken, doch allein die räumliche Verteilung und Intensität der Regenfälle entscheidet darüber, ob sich die Pegelstände im Verlauf der kommenden Woche erholen können. Bleiben großflächige Regengebiete in den kommenden Tagen aus, dann kann es am Rhein noch kritisch werden, wenn sich ein trockener Herbst anschließen sollte. Dann wären neue Niedrigwasserrekorde tatsächlich noch möglich.

Wenn ihr genau wissen wollt, wie es bei euch aussieht heute und in den nächsten Tagen, einfach auf diesen LINK klicken, links oben den gewünschten Ort eingeben und zwischen der Light- oder XL-Vorhersage wählen. Funktioniert auch für kleine Dörfchen oder Stadtteile und auch Europaweit.

 

Glückauf aus Bochum

Ein Kommentar

  1. Andreas 15. September 2015

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