Bei uns ruhig, dafür Sturm in Griechenland

Wegen der ruhigen Wetterlage bei uns in der Regenbogenwelt und der Schulferien heute mal ein Blick über den Tellerrand: Auf dem Mittelmeer hat sich am Wochenende ein Tropensturm gebildet, der nun nach Griechenland zieht, vor allem Kreta bekommt Sturm- oder sogar Orkanböen ab. Hier düften sich einige Urlauber aufhalten.

Ein Tropensturm im Mittelmeerraum, das kommt schon mal vor, aber dieser ist schon recht stark. Der Sturm war am Wochenende östlich von Malta entstanden und zieht seitdem ostwärts in Richtung Griechenland. Zeitweise wies er ein richtiges Auge auf wie ein Hurrikan in der Karibik. Das aktuelle Satellitenbild zeigt den Sturm dicht vor Kreta. Messwerte aus dem Innern des Sturms gibt es keine. Anders als auf dem Atlantik gibt es auf dem Mittelmeer keine Aufklärungsflüge, um Messdaten zu gewinnen.

Man nennt einen solchen Sturm, wenn er denn stark genug ist, auch Medicane. Das Wort setzt sich zusammen aus den englischen Wörtern Mediterranean und Hurricane, also ein Mittelmeer-Hurrikan. Anders als es in der Literatur steht, brauchen Hurrikane für die Entstehung nicht unbedingt 26 oder 27 Grad warmes Wasser, entscheidend sind die Unterschiede zwischen der Wassertemperatur und der Luft in größeren Höhen. Sind diese groß genug, können sich Schauer und Gewitter bilden, die sich zu dem Sturm formieren. Erst Mitte September gab es einen Tropensturm vor Frankreich, der mit Orkanböen auf die spanische Küste traf. Solche tropischen Wirbelstürme gibt es bei uns nicht, auch nicht auf Nord- und Ostsee.

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