Zyklon KENNETH bringt schwere Regenfälle nach Mosambik

Nach dem katastrophalen Zyklon IDAI Mitte März 2019 in Mosambik, geht am Donnerstag der nächste Zyklon an Land. In küstennahen Gebieten drohen Windböen über 200 km/h, zudem wird es bis über das Wochenende zu schweren Regenfällen und Gewittern mit Überflutungen kommen. Betroffen ist dabei die Region im Nordosten von Mosambik, anders als bei IDAI, als der Zyklon weiter südlich in der Landesmitte an Land ging.

Das genau Ausmaß nach  Zyklon IDAI am 14. März 2019 ist bis heute nicht bekannt. Vermutlich kamen tausende Menschen in den Fluten ums Leben, hunderttausende verloren alles. Damals wurde weite Landstriche unter Wasser gesetzt, es bildete sich richtige Binnenmeere in Mosambik.

 

Der neue Zyklon KENNETH hat bereits die Komoren überquert, wir sehen unten ein Satellitenbild von 10:45 Uhr MESZ am Donnerstag. Im Bild mit den Wolkenobertemperaturen (Top Alarm) ist der Zyklon gut zu erkennen, auch ein kleines Auge hat sich ausgebildet. Direkt um das Auge herum herrschen die höchsten Windgeschwindigkeiten, derzeit mit Windböen über 200 km/h, wahrscheinlich bis um 250 km/h. Der Landgang beginnt bereits im äußersten Norden beziehungsweise Nordosten von Mosambik, auch Tansania wird ganz im Südosten noch erfasst. Mit den hochreichenden Wolken (rot bis schwarz) kommen extreme Regenfälle auf. Laufend aktuelle Satellitenbilder:

Folgen von KENNETH auf den Komoren

Lauf Met Office ist es im Norden von Mosambik der erste Tropensturm mit Hurrikanstärke seit den Aufzeichnungen vor 50 Jahren.

Eine weitere Animation vom Donnerstagmorgen im HD Satellitenbild.

Landgang  mit Windböen über 200 km/h

Die folgenden Vorhersagekarten des ECMWF Modells zeigen Luftdruck (links) und den Mittelwind (rechts) für Donnerstag, 17 Uhr MESZ. Bei Landgang ist mit Windböen um 200 km/h an der Küste zu rechnen, etwas weiter im Landesinneren noch mit weit über 100 km/h. Zudem drückt eine Sturmflut das Wasser vom Indischen Ozean beziehungsweise von der Straße von Mosambik ins Landesinnere. Im Bereich der Küste befinden sich auch einige Orte, das Gebiet ist also bewohnt, wenn auch meist nicht dicht besiedelt. Weitere Detailkarten:

 

Extreme Regenfälle mit über 1000 mm bis Montag möglich

Am schlimmsten können aber erneut, wie auch bei Zyklon IDAI, die Regenfälle werden. Der Zyklon wird sich zwar abschwächen, aber bis Sonntag oder Montag kaum von der Stelle kommen. Weitere heftige Regenfälle und schwere Gewitter bilden sich immer wieder im Nordosten von Mosambik. Betroffen sein wird die Provinz Cabo Delgado (ca. 2,3 Millionen Einwohner) mit der Hauptstadt Pemba (ca. 200.000 Einwohner).

Das ECMWF rechnet verbreitet mit 200 bis 600 mm Niederschlag, örtlich werden Spitzen bis 1300 mm berechnet! Das sind ähnliche Mengen, wie sie auch bei IDAI gefallen sind, wenn auch bei Kenneth nicht so flächig. Trifft die Berechnung so ein, dann muss mit großflächigen Überschwemmungen gerechnet werden, ganze Landstriche können großflächig überflutet werden. Eine weitere Katastrophe für die Menschen dort ist leider im Bereich des Möglichen.

 



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