Zur Gewitter- und Tornadogefahr an Ostern

Atlantische Sturmtiefs bestimmen an Ostern zumindest zeitweise das Wetter in Deutschland. Zunächst zieht das Tief „Irmgard“ vom Atlantik zum Nordmeer, die zugehörige Kaltfront überquert am Ostersonntag Deutschland von West nach Ost, schwächt sich dabei aber deutlich ab. Im Osten kommt daher kaum noch Regen an, wie man auch an den Regensummen erkennt, die das HD-Modell bis in die Nacht zum Montag berechnet. Hinter der Kaltfront weht aber nicht wieder deutlich kältere Luft heran, sondern feuchtmilde Meeresluft. In höheren Schichten der Troposphäre wirkt sich dagegen kalte Luft aus und die Luftschichtung wird labiler.

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Temperaturen in ca. 5,5 km Höhe am Sonntagnachmittag – im Westen und Nordwesten deutlich kälter

Damit können sich am Ostersonntag vor allem im Westen und Nordwesten einzelne, lokal auch kräftige Schauer bilden. Vom Niederrhein über das Westmünsterland bis zum Emsland und besonders in Ostfriesland besteht auch ein kleines Gewitterrisiko, die Tornadogefahr bleibt aber recht gering. Die Gewitter können lokal und kurzzeitig starken Regen, kleinen Hagel und Sturmböen bringen. Dies alles tritt aber nur örtlich eng begrenzt auf.

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Wind in ca. 1,5 km Höhe am Montagabend, bis etwa 100 km/h im Südwesten und Westen

Am Ostermontag sieht dies anders aus. Bis dahin rauscht das Sturmtief „Jeanne“ vom Atlantik über England zur Nordsee. Es bringt nicht nur einzelne Sturmböen mit sich, dies vor allem im Nordwesten und Westen, nach Durchzug eines Regengebietes können nachmittags und abends im Südwesten und Westen teils kräftige Schauer und einzelne Gewitter auftreten. Sie können den starken Höhenwind heruntermischen und bis in tiefe Lagen Sturmböen bringen, aber auch eine andere Gefahr droht: Starke Labilität mit Schauern und Gewittern lässt im Zusammenspiel mit starkem Höhenwind auch die Tornadogefahr von Baden-Württemberg bis nach NRW etwas ansteigen. Für Einzelheiten ist es aber noch zu früh. Ein großer, flächendeckender Sturm ist jedenfalls nicht zu erwarten. Die Entwicklung des Sturms kann man laufend in unserem HD-Modell verfolgen.

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Sturm ist Ende März gar nicht so selten. Erst im vergangenen Jahr stellte sich am 31. März eine schwere Sturmlage in weiten Teilen Deutschlands ein, bei der es verbreitet Schäden gab. Damals wirkte sich das Orkantief „Niklas“ aus. Und vor 10 Jahren forderte eine Tornadoserie in Norddeutschland zwei Tote und richtete Millionenschäden an, aber dazu morgen mehr hier im Wetterkanal.


 

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Ein Kommentar

  1. Dietmar 26. März 2016

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