Was hatte das Wetterjahr 2015 bisher an Extremen zu bieten?

Langweilige Hochnebellage momentan in Deutschland ohne spannendes Wetter … da wollen wir doch einfach mal ein wenig auf das bisherige Wetter im gesamten Jahr 2015 zurückblicken und ein paar Extreme raus suchen.

Was konnte uns das Jahr 2015 beim Wetter bieten?

Zu warm war es gemittelt in ganz Deutschland bisher im Jahre 2015. Die Mitteltemperatur lag bis zum heutigen Tag bei 10,6 Grad und liegt 2,1 Grad über dem sonstigen Mittelwert der Periode 1961 bis 1990. Diese positive Abweichung werden wir in den verbleibenden 8 Wochen des Jahres auch nicht mehr ausgleichen können, selbst wenn nun eine dauerhafte Kälteperiode kommen würde, was eh eher unwahrscheinlich ist.

In die Geschichte geht der Temperaturrekord vom 5.7.2015 mit 40,3 Grad in Kitzingen (Bayern) ein, dicht gefolgt von den je 40,2 Grad in Bad Mergentheim und Neunkirchen am 7.8.2015. Wenns große Hitze gibt, dann sind doch Gewitter und Unwetter nicht weit? Richtig … Demker (Sachsen-Anhalt) hat es mit 120 l/qm am 4.7. erwischt, ebenso Gilserberg (Hessen) am 16.8. mit 107 l/qm und vollen Kellern.

Aber kalt war es doch auch mal? Wieder richtig … bekanntermaßen ist ja die Zugspitze Deutschlands kältester Ort, zumindest der, wo eine Wetterstation steht. War auch bisher 2015 am kältesten dort mit -21,5 Grad am 9.2.15. Nicht schlecht sind aber auch die -20,4 Grad von Merklingen (Baden-Württemberg) vom 4.2. diesen Jahres.

Und wie sah es mit Sonnenschein und Regen aus? Trocken war es vor allem im Süden Deutschlands, teilweise gab es dürreähnliche Zustände hier über den Sommer. Und auch wenn man alle Wetterstationen in Deutschland zusammen rechnet und die Regensumme mittelt, haben wir mit 552 Litern pro Quadratmeter erst 70% der sonst üblichen Jahresregenmenge erreicht. Da muss noch allerhand fallen an Regen in den kommenden Wochen, um das auszugleichen.

Auch die Sonne war sehr oft am Himmel zu sehen, teilweise sogar deutlich mehr als in üblichen Jahren. Auch hier war alles südlich des Mains bevorzugt, gemittelt für ganz Deutschland gab es bisher 1548 Stunden Sonnenschein, was schon die Gesamtjahresmenge des sonst üblichen Sonnenscheins um 7% übertrifft.

Schnee gab es natürlich auf der Zuspitze reichlich. Hier wurden am 7. April 545 cm gemessen. Der Brocken im Harz kam auf Platz 2 mit 149 cm am 3. April. Nicht zu vergessen ist der frühe Rekordschneefall am 14.10. vor gut einer Woche. Da schneite es in einem Streifen vom Ruhrpott und der Pfalz bis rüber nach Sachsen, stellenweise bildete sich selbst im Tiefland eine Schneedecke, die an einigen Stationen noch nie so früh registriert wurde.

Man kann sich sicher auch noch an den ein oder anderen Sturm erinnern?

Auch hier hat die Zugspitze die Nase vorn. Am 31. März diesen Jahres wurden dort 192 km/h gemessen. Am gleichen Tag waren es auf dem Feldberg im Schwarzwald 151 km/h.

Und die Nord- und Ostsee? Da fegt es doch immer!  Ja, auch da gab es mal Orkanböen wie beispielsweise am 10.1.15 auf Rügen am Kap Arkona mit 136 km/h, oder am Leuchtturm Kiel am selbigen Tag mit 144 km/h. Top an der Nordsee war der Leuchtturm „Alte Weser“ am 9.1.2015 mit 152 km/h.

Man sieht schon: Deutschland hat in Sachen Wetter alles zu bieten. Von eisig kalt über Hitze, schweren Gewittern, Trockenheit bis hin zu Orkanböen, selbst Tornados gab es.

Wir sind alle gespannt, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weiter geht. Hauptsache der Hochnebel verschwindet…

Glückauf aus Bochum

 

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