Vor zwei Jahren: Pfingstunwetter in NRW am 09.06.2014

Am Abend des 09.06.2014 richtete eine ausgeprägte Gewitterfront schwere Schäden in Teilen Nordrhein-Westfalens an. Besonders betroffen war ein breiter Bereich von Neuss/Düsseldorf bis ins Ruhrgebiet, hier vor allem die Städte Essen und Bochum. Zehntausende Bäume stürzten um, beschädigten Fahrzeuge und Gebäude, 6 Menschen kamen ums Leben und Dutzende weitere wurden verletzt. Jörg Kachelmann hat damals etwas zur Rolle der Medien beim Unwetter geschrieben.

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Zwei Jahre danach: Foto aus Essen (Quelle: Thomas Sävert)

Was war passiert? In den Medien wurde das Geschehen sehr unterschiedlich dargestellt: Von einem Sturm- oder Orkantief war die Rede oder sogar von einem Tornado. Dabei war es ganz anders. Das vielzitierte Tief „Ela“ war kein Sturm- oder Orkantief, es war zum Zeitpunkt des Unwetters nur schwach auf dem Atlantik unterwegs. Stattdessen baute sich über Belgien eine Gewitterfront auf, die nach Nordrhein-Westfalen zog und hier mit heftigen Gewitterböen die Schäden hervorrief. Die stärkste gemessene Böe wurde vom Flughafen Düsseldorf mit 142 km/h gemeldet, die Schäden ließen aber vor allem im Süden der Stadt Essen, besonders rund um den Baldeneysee, und auch im Süden der Stadt Bochum lokal auf Böen über 150 km/h schließen. Dazu die Karte mit den stärksten Böen an den Wetterstationen. Während des Durchzugs der Gewitterfront fiel sehr starker Regen, dazu die 24stündigen Regenmengen aus NRW.

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Aufzug der Front in Essen (Foto: Michael Gans)

Durch das Sturmereignis brach der Straßen- und Schienenverkehr zusammen und es gab tagelang Sperrungen und erhebliche Behinderungen. Die Aufräumungsarbeiten zogen sich lange Zeit hin, wochenlang säumten noch umgestürzte Bäume und Fahrzeugswracks die Straßen. Wälder und Parks waren für einige Monate gesperrt und noch zwei Jahre danach sind die Spuren der Orkanböen in vielen Wäldern nicht zu übersehen.

Ein Jahr nach dem Ereignis hat der Kollege Andreas dieses Video aufgezeichnet:


 

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