+++ Update zum Wintermezzo +++

Lange genug haben wirs angekündigt – nun ist es so weit. Samstagvormittag, die kalte Luft kommt voran, auf dem Kahlen Asten, auf dem Vogelsberg und auf dem Feldberg/Taunus fällt schon Schnee, alles oberhalb 600 m.

Die kalte Luft setzt sich in den nächsten Stunden und Tagen weiter durch, die Schneefallgrenze hängt allerdings laufend auf des Messers Schneide; oftmals reichen die Temperaturen nur gerade so oder gar nicht aus, um es bis ins Flachland schneien zu lassen. Es wird hauptsächlich bei Schauerwetter bleiben – aber diese Schauer können eben sehr intensiv sein – und vor allem in der Westhälfte von Gewittern begleitet werden. Zudem können sich gerade in starken Schauern auch mal große Schneeflocken bis zum Boden durch mischen.

Außerdem wird es wieder mal im Osten am wenigsten nass werden, dort ist man einfach zu weit weg von der Feuchtequelle Nordsee. Gucken wir mal auf die Gesamt-Niederschlagsmenge, die von jetzt bis Dienstagnacht erreicht wird – ihr könnt auch vor oder zurück klicken in dem Bild, das ist bei uns frei verfügbar im HD Modell:

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Von der Nordsee ziehen also immer wieder Schauer durch, von Westen her auch mal größere Niederschlagsfelder. Weiß wird es dabei vor allem in den Mittelgebirgen. Ihr könnt auch in die Karte rein klicken bis in die Landkreise. Guckt ansonsten laufend in die kompakte HD Vorhersage rein oder in die Vorhersage Light für euren Ort – daran lässt sich auch abschätzen ob Schnee liegen bleiben kann – die Antwort wird „Ja, gerade nachts“ sein, wenn ich mir die Tiefstwerte in der Karte anschaue.

Nicht zu vergessen natürlich auch den kurzfristigen Blick auf die kommenden zwei Tage – dazu gibts das Super HD Modell mit den Kompaktvorhersagen und den Modellkarten.

Zum signifikanten Wetter am Montagmittag in HD

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…und in Super HD

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Und natürlich noch ein Blick auf die Schneehöhen im HD Modell – einfach Stunde für Stunde durchgucken und in Land/Kreis rein gehen. Ihr seht schon, dass sich eher die Mittelgebirge auf Schnee vorbereiten müssen, als Hannover, Berlin, Stuttgart oder Düsseldorf. Guckts euch einfach für euren Ort an!

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Fazit

  • Es wird nicht ganz Deutschland im Schnee versinken.
  • Es wird auch nicht halb Deutschland im Schnee versinken.
  • Es gibt in den Mittelgebirgen durchaus anhaltende Schneefälle für ein paar Zentimeter Schneedecke.
  • Es wird in Berlin und in Köln keine 5 cm Schneedecke geben. Vielleicht schneit es in beiden Städten gar nicht. Aber in starken Schauern kann das schon mal passieren, und dann ist kurzfristig Chaos angesagt, weil ja niemand damit gerechnet hat, dass auch Ende April in kalter Luft bei starken Schauern Toastbrote vom Himmel kommen, die Sicht behindern und für rutschige Autobahnen sorgen können.
  • Logischerweise ist es nicht der Winter, den wir im Januar erwarten. Die Jahreszeit ist fortgeschritten, die Sonne steht hoch. Ohne Schauer mit Auflockerungen können bis zu 10 Grad werden. Und alle sagen, die Meteorologen spinnen, von wegen Winter. Lass mal einen Schauer über dich drüber ziehen, dann haste prompt mal nur noch 3 Grad und Matsch auf den Gehwegen. Das ist das Wintermezzo.
  • Bis zu 10 Grad tagsüber sind auch kein Winter. Aber morgens am S-Bahnhof, an der Haltestelle oder beim Autolosfahren werdet ihr merken, dass 0 Grad recht frisch sind, nachdem ihr vor einer Woche noch bei 17 oder 20 Grad in der Sonne gebrutzelt habt.

Ist das alles jetzt eigentlich ungewöhnlich? Zumindest nicht alltäglich, aber auch nicht unnormal und hat auch nichts mit Klimaerwärmung oder -abkühlung zu tun.

Wintereinbrüche Ende April, sogar mit Schneedecke, gab es schon mal früher. Beispielsweise 1981 und vor allem 1976

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Übrigens, viele Menschen benutzen in dem Zusammenhang gerne den Satz „Wo ist die globale Erwärmung wenn man sie mal braucht“, weil es Ende April kalt ist. Nur kurz: Wenn es um „Globale Erwärmung“ geht, bedeutet das, dass sich die Erde um so und so viel Grad erwärmt – die gesamte Erde. Das heißt noch lange nicht, dass bei uns jeder Monat jetzt überdurchschnittlich warm wird. Gerade zu kalte Monate können Folge einer globalen Erwärmung sein, denn die Vorgänge sind sehr viel komplexer als nur wärmere Monate. Abschließen möchte ich diesen Einwurf mit einer kurzen These: Wenn sich die Erde erwärmt, könnte sich der Golfstrom abschwächen (eine Strömung im Atlantik, die dafür sorgt dass wir nicht erfrieren, gern auch populärwissenschaftlich bezeichnet als „Heizung Europas“) – wir bekämen bspw. härtere und längere Winter. Achtung: Das sind Theorien, die so einfach nicht belegt oder widerlegt werden können.


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