Supertaifun „Meranti“ überschwemmt Taiwan und Ostchina

Der Supertaifun „Meranti“ gehört zu den stärksten Taifunen seit Beginn der Aufzeichnungen, ist aber nicht der stärkste. Zeitweise reichten die mittleren Windgeschwindigkeiten in Zentrumsnähe bis etwa 305 km/h mit geschätzten Böen bis etwa 370 km/h bei einem Kerndruck im Auge des Taifuns von etwa 890 Hektopascal. Inzwischen hat er die Insel Taiwan erreicht und schwächt sich durch die Landnähe und interne Umbildungsprozesse langsam ab. Das Auge schrammt dabei nur ganz knapp an der Insel vorbei und vor allem der Süden der Insel bekommt einiges ab.  Hier tobt der Taifun in voller Stärke und enorme Regenmengen fallen auf der Insel mit der Gefahr von Überschwemmungen und Erdrutschen.

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Wie stark der Taifun genau war, ist schwer zu sagen, weil es auf dem Nordwestpazifik aus Kostengründen seit vielen Jahren keine Aufklärungsflüge in die Stürme mehr gibt. Aus Satellitendaten lassen sich die Windgeschwindigkeiten und auch der Luftdruck im Zentrum aber ungefähr abschätzen. Das Auge selbst ist auf den Satellitenbildern im sichtbaren Bereich nur noch schwer zu erkennen, es füllt sich mehr und mehr mit dünnen Wolken. Das Infrarotbild mit den Temperaturen an den Oberflächen der Wolken zeigt in rot und gelb hoch reichende Wolken. Hier ist das Auge noch zu erkennen:

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Der Taifun zieht nun weiter zur Ostküste Chinas, wo ebenfalls enorme Regenmengen von mehreren Hundert Litern pro Quadratmeter fallen dürften. Örtlich kann durchaus die Hälfte der in Köln oder Hamburg üblichen Jahresmenge an einem einzigen Tag zusammenkommen. Daher muss hier mit größeren Überschwemmungen gerechnet werden. Weiter östlich auf dem Pazifik verstärkt sich derzeit der neue Tropensturm „Malakas“, der ebenfalls zu einem starken Taifun werden kann. Die genaue Zugbahn ist aber noch sehr unsicher. Er könnte zeitig vor Taiwan nach Norden abdrehen und möglicherweise auf Japan treffen.

Auch auf dem Atlantik ist einiges los: Während der Tropensturm „Ian“ einsam seine Kreise mitten auf dem Ozean dreht und hier als so genannter „Fischsturm“ kein Land bedroht, hat sich über dem Nordosten Floridas der Sturm „Julia“ gebildet. Es ist sehr ungewöhnlich, dass sich ein Sturm über Land bildet, aber er liegt direkt an der Atlantikküste des flachen US-Bundesstaates und die Hauptaktivität mit Wind bis Sturmstärke liegt über dem Meer. „Julia“ wird in den kommenden Tagen an der Ostküste der USA sehr viel Regen bringen. Ein weiterer Sturm könnte in den kommenden Tagen auf dem Ostatlantik entstehen. Was daraus wird, ist aber noch völlig offen.


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