Sturmtief in der Nacht zum Sonntag im Norden

In der Nacht zum Sonntag zeichnet sich im äußersten Norden Deutschlands nach langer windschwacher Wetterlage ein erstes Sturmtief ab. Es wird über Schottland weiter über die Nordpsitze Dänemarks hinweg zur Ostsee ziehen und an seiner Südseite ein Sturmfeld mit sich führen. Dies wird besonders die Gebiete vom nördlichen Niedersachsen über Schleswig-Holstein und Hamburg bis nach Mecklenburg-Vorpommern erfassen. Naturgemäß ist der Wind an den Küsten, also an der Nord- und Ostsee am stärksten.

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Die genaue Stärke der maximalen Windböen ist noch nicht ganz sicher, da es Unterschiede in den Wettermodellen gibt. Exclusiv bieten wir Ihnen einen Modellvergleich. Drei verschiedene Wettermodelle zeigen die Windböen am Sonntag um 02 Uhr. Sie sehen: Modell A macht sogar bis zu 90 km/h an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste, Modell B sieht 80 km/h sogar recht flächig im Binnenland von Schleswig-Holstein und Modell C sieht den Wind allgemein schwächer. Für eine größere Ansicht bitte auf das Bild klicken! (Windböen in km/h)

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Bewertung
Die Windgeschwindigkeiten werden sich also aller Voraussicht nach zwischen 70 und maximal 90 km/h abspielen. Das entspricht Windstärke 8 bis maximal 10 (besonders unmittelbare Küste). Für sturmerprobte Nordlichter im Herbst oder Winter kein herausragendes Sturmereignis, aber nach der windschwachen Wetterlage der letzten Wochen doch erwähnenswert! Hinzu kommt, dass es vielleicht neben Regen und kräftigen Schauern auch für einzelne Gewitter reicht. Dann wären stärkere Böen in Schauer und Gewitternähe auch im Binnenland möglich! Wir werden hier am Samstag noch weiter berichten und Updates geben!

Ostsee
Hier sei noch ein gesonderter Blick auf die Ostsee geworfen. Unsicher ist, ob sich das Sturmfeld besonders im Bereich vom Darss bis nach Hiddensee und Rügen Sonntagmorgen noch verstärken kann. Hier sind jedenfalls bis in den Sonntagvormittag noch Sturmböen um 80 km/h möglich.

Sturmwahrscheinlichkeit mit XL Vorhersage
Einen Modellvergleich zu den Windböen können sich sich übrigens selbst für Ihren Ort ansehen. Ganz einfach mit unserer XL Vorhersage. Es dauert zwar etwas länger als nur ein Wettersymbol anzusehen, wie die meisten Menschen es heutzutage gewohnt sind, aber dafür können sie selber abschätzen, wie wahrscheinlich Sturm bei Ihnen ist. Einmalig bisher! Gehen Sie auf kachelmannwetter.com und suchen in der Eingabemaske Ihren Ort – vorher statt „Light“ hinter der Eingabe auf XL stellen. Sie können nun neben Temperatur, Luftdruck und Niederschlag auch Wind wählen: Böen oder Mittelwind. Dort sehen Sie verschiedene Wettermodelle und Ihre Berechnungen. Stehen alle auf Sturm(böen), kommt wahrscheinlich Sturm, stehen 50 % auf Sturm und 50 % auf schwachem Wind, ist es völlig unsicher noch.

Dazu ein Beispiel für die Windböen XL Vorhersage für Sylt. Die Unsicherheiten am 8. November sind gut zu sehen. Wie beschrieben liegt die Spanne noch etwa zwischen 70 und 90 km/h. Nur ein Modell sieht dagegen noch schwächeren Wind.
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Ein HD Niederschlagsradar sowie Wettervorhersagen für jeden Ort in Europa, verschiedene Messwerte von zahlreichen Wetterstationen und vieles mehr finden Sie auf kachelmannwetter.com.

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