Soulik und Cimaron – zwei Taifune bedrohen Japan und Korea

Über dem Nordwestpazik befinden sich derzeit zwei Taifune. Da wäre zum einen der Taifun SOULIK, der am Montag um 06 Uhr MESZ östlich bis südöstlich von Japan lag und zum anderen CIMARON, der sich noch etwas schwächer als SOULIK im Bereich der nördlichen Marianen befindet. Beide Taifune werden in dieser Woche nach Nordwesten ziehen und Teile von Japan sowie der koreanischen Halbinsel beeinflussen.

 

Taifun SOULIK

Taifun Soulik ist momentan der stärkere Sturm und die Spitzenwindböen dürften sich nahe dem ausgeprägten Auge um die 200 km/h bewegen. Der Taifun steuert nach Westen auf die südlichen Inseln der japanischen Präfektur Kagoshima zu.

Die Prognose aus den Storm-Tracks zeigt 50 verschiedene Berechnungen und damit die Unsicherheiten in der Zugbahn des Sturms. Er wird am Dienstag wahrscheinlich wenig nördlich der Inseln Amami-Ōshima durchziehen und könnte hier größere Schäden anrichten. Im weiteren Verlauf dreht Soulik Richtung Koreanische Halbinsel ein und könnte unter leichter Abschwächung zunächst Südkorea und anschließend Nordorea erfassen. Hier drohen dann vor allem noch heftige Niederschläge.

 

Taifun CIMARON

Der nächste Taifun ist Cimaron, der sich zunächst auf etwa gleicher Bahn wie Soulik formiert. Er wird aber schon früher als Soulik nach Norden eindrehen und deswegen auch weiter nördlich auf Japan treffen. Die Entwicklung wird derzeit schwächer gerechnet als die von seinem Vorgänger. Er könnte im Bereich der Präfektur Kōchi und auch Tokushima an Land gehen.

 

Prognosen ECMWF

Wir sehen unten die Vorhersagekarten des ECMWF mit der Prognose für die maximalen Windböen. Gut ist zunächst Taifun Soulik zu sehen, wie er mit Windböen von über 200 km/h Richtung Südkorea eindreht und sich beim Landgang dann abschwächt. Ihm folgt auf einer nordöstlicheren Bahn Taifun Cimaron. Es werden beide wahrscheinlich keine außergewöhnlich starken Taifune, können aber dennoch größere Schäden anrichten. Die exakten Zugbahnen sind aber wie oben bereits gezeigt unsicher, die jeweils aktuellen Berechnungen sind unter folgendem Link zu finden:

Heftige Niederschläge mit 200 bis 400 mm innerhalb von 24 bis 48 Stunden, örtlich auch mehr, drohen in der Zugbahn der beiden Stürme. Dadurch können starke Überschwemmungen, Hochwasser und lokale Erdrutsche ausgelöst werden. Wir sehen in der Animation der akkumulierten Niederschlagsmengen gut die Bahn der beiden Stürme mit den starken Regenfällen. Zuvor zieht noch ein tropisches Tief über das nördliche Gelbe Meer hinweg und bringt hier Teilen von China und Nordkorea bereits teils heftige Regenfälle.

 



Haben Sie sich schon auf unsere Webseite kachelmannwetter.com umgeschaut? Wir haben zahlreiche Vorhersagetools, wie die Vorhersage Kompakt Super HD, den XL Trend und Ensemble Vorhersagen für jeden Ort.
Neben unseren weltweiten Messwerten mit umfangreichem Archivweltweiten Satellitenbildern (mit Archiv ab 1981) und der weltweiten Blitzortung finden Sie neben dem HD Regenradar zahlreiche weitere von uns entwickelte Radartools, wie beispielsweise das Stormtracking für Gewitter oder unser Sturzflut-Tool!
Außerdem gibt es ein umfangreiches Angebot an Modellkarten, wie für Mitteleuropa und andere Teile der Welt das hauseigene Super HD Modell mit 1×1 km Auflösung und das europäische Modell ECMWF mit unzähligen Vorhersagekarten für die ganze Welt.

Zahlreiche Apps: Wetter-Apps Pflotsh

3 Kommentare

  1. Maurice 20. August 2018

Kommentieren