+++ Update: ab Sonntagabend gebietsweise schwerer Sturm +++

Wetterlage

Am Sonntag wird das Sturmtief Nils von der Nordsee kommend über die Nordspitze Dänemarks hinwegziehen und am Montagmorgen bereits über der nördlichen Ostsee liegen. Das zugehörige Sturmfeld überquert uns rasch von Sonntagabend bis Montagmorgen und wird vor allem in der Nordhälfte Deutschlands für sehr stürmisches Wetter sorgen. Im Folgenden eine Luftdruckanimation von Sonntag, 16 Uhr bis Montag, 01 Uhr. Karten für Luftdruck finden Sie übrigens auch hier.

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Wo genau wird es stürmisch?

Los geht es am Sonntagabend von NRW bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie im gesamten Nordseeumfeld. In der Nacht zum Montag werden dann fortschreitend von West nach Ost auch Nordhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern (hier in der zweiten Nachthälfte wohl nur an der Küste bedrohlich) erfasst, später auch Sachsen, Brandenburg und Berlin. Weiter nach Süden wird es zwar auch deutlich windiger, aber den stärksten Wind erwarten wir eindeutig in den genannten Bundesländern. In Süddeutschland sind meist nur die Berge betroffen.windstaerke2

Was für Windspitzen sind zu erwarten?

An der Nord- und Ostsee sowie auf den Gipfeln der Mittelgebirge muss verbreitet mit schweren Sturmböen zwischen 90 und 110 km/h gerechnet werden. Örtlich sind bei Schauern und Gewittern auch über 120 km/h möglich. Im Binnenland wird es überwiegend Böen von 75 bis 90 km/h geben, allerdings zieht auch eine Kaltfront herein, an der es besonders vom nördlichen und östlichen NRW bis nach Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein örtlich schwere Sturmböen zwischen 90 und 110 km/h geben kann! Im Süden und Südwesten bleibt es im Tiefland meist bei Böen zwischen 60 und 70 km/h, vereinzelt in exponierten Lagen auch mehr. Im Laufe der Nacht zieht das Sturmfeld weiter nach Osten mit 90 bis 110 km/h möglichen Böen auch im Flachland von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Analt, Thüringen und Sachsen, vor allem mit Durchzug der Kaltfront durch vertikalen Impulstransport, also heruntermischen der Windgeschwindigkeiten in großen Höhen. Ganz vereinzelt sind im Bereich der Kaltfront selbst Tornados nicht ausgeschlossen.

Anbei eine Karte mit den zu erwartenden Windspitzen für den Sonntagabend laut dem Deutschen Modell:

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An der gesamten deutschen Nordseeküste sowie in Bremen und Hamburg besteht die Gefahr einer leichten Sturmflut mit Wasserständen von etwa 1,5 bis 2 Meter über dem mittleren Hochwasser, stellenweise an der niedersächsischen Küste sowie in Bremen und Hamburg auch darüber. An der Küste werden Deichvorländer und Strände überflutet, auch Hafenflächen können teilweise betroffen sein.

Insgesamt sind sich die Wettermodelle für den Norden und Osten recht einig. Als Beispiel dazu der Modellvergleich unserer XL Vorhersage für Bremen oder Helgoland, wobei im Fall Helgoland Orkanböen bis 130 km/h gerechnet werden! Solltet ihr in Bayern wohnen, ist der Vergleich besonders interessant: hier rechnet ein Modell mit Böen von maximal 65 km/h, während ein anderes 90 km/h ankündigt! Klickt hier für Nürnberg, jeden weiteren Ort in Deutschland und Europa findet ihr bei kachelmannwetter.com.

Schaut euch auch auf den HD Modellkarten die stündlichen Böen an. Man kann auch in die Bundesländer und Landkreise zoomen für Details.

Für Montagabend kündigt das Amerikanische Modell schwere Sturmböen für Teile des Westens, der Mitte und den Süden an – klickt euch mal durch…

(Autor Fabian, Updates von Andreas und Marcus, zuletzt 12:47 Uhr)


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