Sommerbilanz der ersten Septemberhälfte

In der ersten Septemberhälfte gab es in Berlin von 15 Tagen an 12 Tagen Temperaturen von 25 Grad oder mehr. Meteorologen sprechen dann von einem Sommertag. Es gab also nur 3 Tage mit einer Höchsttemperatur unter 25 Grad und auch diese Tage waren nie richtig kühl. An insgesamt 4 Tagen gab es sogar Temperaturen von 30 Grad oder mehr, also einen offiziellen Hitzetag! Diese Bilanz ist für September sehr außergewöhnlich und kommt extrem selten vor. Dabei sind auch einige Rekorde für die 2. Septemberdekade neu aufgestellt worden. Der heißeste Tag war in Berlin der 12. September mit fast 33 Grad an der Wetterstation Berlin-Kaniswall.

An folgenden Stationen in Berlin wurden am 12. September neue Dekadenrekorde aufgestellt. In der 2. Septemberdekade (Zeitraum vom 11. bis 20. September) war es seit Messbeginn an den jeweiligen Wetterstationen noch nie so heiß. Alle Höchstwerte aus Brandenburg und Berlin vom 12. des Monats sind hier zu finden.

Berlin-Buch 30,9 Grad, alter Rekord 30,3 Grad, Messbeginn hier 1961

Berlin-Kaniswall 32,8 Grad, alter Rekord 29,8 Grad, Messbeginn 1996

Berlin-Marzahn 31,4 Grad, alter Rekord 29,3 Grad, Messbeginn 1993

Berlin- Schönefeld 31,7 Grad, alter Rekord 30 Grad, Messbeginn 1967

Berlin-Tegel 31,7 Grad, alter Rekord 30 Grad, Messbeginn 1963

Zu beachten ist, dass es in weiterer Vergangenheit schon deutlich heißer war. So kommen wir heute zum Beispiel an die Hitze vom 12.09.1919 in Dahlem mit 34,2 Grad nicht ran.

Zudem war es extrem trocken, denn nur am 04. und 05. September fiel nennenswerter Regen in Berlin und Brandenburg. Die auch hier meist nur geringen Regenmengen verdunsteten schnell, sodass große Trockenheit herrschte und auch aktuell noch stattfindet. Die Niederschlagssummenkarte zeigt im Süden von Berlin im September bisher nur wenige Millimeter Regen.

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