So war der Oktober 2015

Der zweite Herbstmonat geht zu Ende, Zeit ein Fazit zu ziehen, wie der Oktober in Deutschland ausgefallen ist. Gemittelt auf das ganze Land war der Oktober 2015 zu kalt, zu trocken und es gab zu wenig Sonnenschein. Schaut man sich die einzelnen Regionen und Bundesländer an, dann gab es aber regional recht große Unterschiede:

1,0 bis 1,3 Grad zu kalt war der Oktober 2015 von NRW über Thüringen bis nach Sachsen und in Brandenburg. Normal temperiert oder auch leicht zu warm war er an der Nordsee, in Schleswig-Holstein und auch im Süden des Landes.

Überwiegend trocken fiel der Oktober aus, aber nicht überall. In Teilen von Sachsen-Anhalt in Sachsen und Brandenburg war er deutlich zu nass. Stellenweise gab es mehr als 70 Prozent mehr Regen als sonst üblich für einen Oktober. Deutlich zu trocken waren die Gebiete zwischen der Eifel und dem Oberrhein bis rüber zum Vogtland. Auch rund um die Nordsee war es deutlich zu trocken, auf Helgoland fielen nur ein Viertel der sonst üblichen Regenmenge (20 l/qm). HIER sehen Sie die Niederschlagssumme für Deutschland im Oktober.

Nordöstlich der Elbe, hier vor allem zur Ostsee hin, konnte man sich über 15 % mehr Sonnenschein freuen. Anders sah es da in Thüringen und im Süden und Südwesten Deutschlands aus, wo  nur etwas mehr als die Hälfte der üblichen Sonnenstunden für einen Oktober registriert wurden.

Markant und erwähnenswert war die Kälteperiode gegen Mitte Oktober, wo es am 14.10. stellenweise selbst in tiefen Lagen Schneefall und teils auch eine geschlossene Schneedecke gab. Viele Stationen hatte noch nie so früh in einem Oktober Schnee! Wer das nochmal genau nachlesen möchte, kann das auf dieser Seite tun.

Wenden wir uns Zahlen und Fakten zu:

Die Mitteltemperatur für ganz Deutschland lag im Oktober 2015 bei 8,4 Grad und damit 0,7 Grad unter dem langjährigen Mittelwert. Am kältesten war es auf der Zugspitze mit -11,3 Grad am 19.10., am wärmsten war es im bayerischen Piding mit 23,6 Grad am 3.10. Nur Hamburg und Bremen hatten als Bundesländer im Oktober noch keinen Frost.

Die Regenmenge lag gemittelt für ganz Deutschland bei 44,5 Litern pro Quadratmeter, welches rund 75 % der üblichen Oktobermenge darstellt. Der nasseste Tag war der 7.10. in Reit im Winkl mit 49,1 l/qm in nur 24 Stunden, aber auch in Dresden schüttete es am selben Tag mit knapp 41 Litern pro Quadratmeter vom Himmel.

Sonnenschein gab es zu wenig mit gemittelt rund 90 Stunden im Oktober. Das waren aber auf ganz Deutschland bezogen knappe 20 Prozent weniger Sonnenschein als üblich.

Am windigsten war es am Feuerschiff „Deutsche Bucht“ mit 94 km/h (8.10.) gefolgt von der Zugsitze mit 92,5 km/h (3.10.)

Fazit: Der Oktober startete warm, brachte gegen Mitte des Monats vielerorts den ersten Schnee und verabschiedete sich trocken, neblig und teils auch sonnig.

Die Vegetation stellte sich nur langsam auf Herbst um. Viele Bäume waren in den ersten Oktobertagen noch grün und nur schleichend setzte die Blattverfärbung ein. Erst nach der Kälteperiode Mitte Oktober ging es dann schnell. Besonders in den letzten zehn Oktobertagen schritt Verfärbung und Blattfall rasend schnell voran. Warum die Bäume überhaupt ihr Laub abwerfen und wie es zu den schönen Farben kommt, wird in diesem Video auch für Kinder verständlich erklärt.

Wie es weiter geht in den kommenden Tagen können Sie hier herausfinden. Einfach Ihren Ort in Deutschland oder Europa eingeben und sehen, was die Wettermodelle berechnen.

Glückauf aus Bochum


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