Schlimme Unwetter in NRW und Niedersachsen

Die Regensummenkarte der letzten 6 Stunden zeigt in welchen Regionen es in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen besonders schlimm war. Aufgrund von sehr wenig Wind in der Höhe sind die Gewitter kaum vom Fleck gekommen und haben extreme Mengen an Regen an Ort und Stelle abgeladen. Besonders getroffen hat es Wuppertal und das westliche Ruhrgebiet. Im Kreis Recklinghausen sind in etwa 2 Stunden bis zu 110 l/qm Regen gefallen. Das ist deutlich mehr als sonst in einem ganzen Monat Juni fällt. Zum weiteren Vergleich: in Berlin fallen im Juni im Durchschnitt 67 l/qm Regen. Bei solchen Summen gibt es innerhalb kurzer Zeit schlimme Überflutungen. Keine Kanalisation kann solche Massen verarbeiten. Besonders schnell sammelt sich das Wasser in Senken.

Aber nicht nur Nordrhein-Westfalen war betroffen. Es entwickelte sich eine kräftige Gewitterlinie, die über das Münsterland und Niedersachsen hinweg bis nach Hamburg reichte und aktuell immer noch reicht (siehe HD-Radar). Innerhalb dieser Linie herrscht ebenfalls in vielen Städten Land unter.

In Hamburg wurden am Abend einige sogenannte Funnels gesichtet. Wolkenwirbel, die aus einer Wolke reichen. Berührt der Wirbel den Boden spricht man von einem Tornado. Um sicher von einem Tornado zu sprechen, muss dieser entweder durch direkte Sichtung oder Begutachtung der Schäden bestätigt werden. Derzeit deuten die Schäden und Bilder der Wolke sehr auf Bodenkontakt hin und damit ist ein Tornado sehr wahrscheinlich. Es handelte sich um diese Gewitterzelle im Nordosten Hamburgs.

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