Osterwetter 2016 – was kann man schon sagen?

Geht es auf größere Feiertage zu, wie jetzt in etwa 10 Tagen die Osterfeiertage, bekommt der Meteorologe noch häufiger die Frage gestellt, wie denn das Wetter wird. Selbstverständlich ist die Wetterentwicklung dann genauso unsicher, wie sie es sonst auch ist. Zumal es noch gut 10 bis 12 Tage sind bis Ostern. Wer sich jetzt schon festlegt, der hat von Wettervorhersage keine Ahnung.

Gerne werden auch Vergleiche mit dem Osterwetter aus vergangenen Jahren herangezogen.  Eine derartige Betrachtung ist sicher interessant, macht aber in vielen Fällen keinen Sinn, da Ostern sowohl Ende März, als auch Ende April sein kann. Ist das Wetter Ende April schon in der Lage verbreitet 25 bis teils sogar knapp 30 Grad zu bringen, wird das zum Ende eines Monat März noch nicht zu schaffen sein. So gab es an Ostersonntag im Jahr 2000 bis zu 30 Grad im Osten. Es war eben schon der 23. April. Zudem befinden wir uns im März und im April in der Übergangsjahreszeit, in der es noch einmal richtig kalt werden kann, aber auch mit milder Luft und Unterstützung der immer kräftiger werdenden Sonneneinstrahlung aus Süden schon sehr warm.

Genug geredet. Schauen wir erst einmal, wie es in den kommenden Tagen weitergeht. Derzeit liegt ein kräftiges Hoch (JOACHIM) nördlich von Schottland. Da die Luft um ein Hoch mit dem Uhrzeigersinn zirkuliert, haben wir in Deutschland eine östliche Strömung und es ist eher kühle Luft wetterbestimmend. Das Hoch ist so kräftig, dass es in fast ganz Europa den Ton angibt: Es lenkt andere kleine Druckgebilde und entscheidet wo welche Luftmasse (kalt/mild) herangeweht wird.

Die folgenden beiden Karten zeigen im Wechsel die aktuelle Situation und die Wetterlage, wie sie sich vermutlich bis kommenden Sonntag (20.03.) entwickelt. Sie können es eventuell erahnen: Die Entwicklung ist für deutlich wärmeres Wetter eher ungünstig, denn das Hoch flutscht weiter nach Westen auf den Nordatlantik und macht einem großen Tiefdrucksystem über Nordeuropa Platz. Für deutlich wärmeres Wetter müsste genau das Gegenteil passieren: Hoch wandert ostwärts, Tiefs rücken vom Atlantik nach, Strömung dreht bei uns auf Südwest. Wird aber sehr wahrscheinlich erstmal nix.

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Halten wir also fest, dass die Großwetterlage zur nächsten Woche eher auf kühl steht und einfach gesagt Temperaturen von 15 Grad eher unwahrscheinlich sind. Eher dürften sie sich bei 7 bis 11 Grad abspielen, in den typischen Regionen am Rhein etc. auch mal etwas mehr. Sie sehen oben, dass ein dunkelblauer Pfeil mit „eisiger“ Luft eingezeichnet ist. Dieser Kelch mit richtiger Spätwinterluft wird wohl östlich an Deutschland vorbeigehen. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht, dass der arktische Kaltluftstrom zumindest die östlichen Bundesländer noch streift.

Trend zum Osterwochenende

Wir haben auf kachelmannwetter.com nicht ohne Grund nur Vorhersagetrends bis +10 Tage, da mehr einfach keinen Sinn macht. Bis Karfreitag gehen also die heutigen Temperaturtrends und diese wollen wir uns anschauen. Diese Trends werden mehrmals täglich mit neuen Daten aktualisiert und sind für jeden Ort in Europa auf kachelmannwetter.com zu finden.

Hamburg

Sie sehen, dass bis zum Ende am 25./26. März die Temperaturen meist um oder unter der 10 Grad-Marke verweilen. Keines der Wettervorhersagemodelle sieht deutlich milderes oder gar warmes Wetter.

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Frankfurt am Main

Auch hier sieht es ähnlich aus, denn so ein richtiger Frühlingsdurchbruch mit Temperaturen um 15 Grad oder mehr ist bei weitem nicht in Sicht kommende Woche. Zum Ende hin (also Richtung Ostern) sieht nur ein Wettermodell (grün) eine zaghafte „Erwärmung“. Es gibt also noch Hoffnung, dass sich eventuell doch etwas tut.

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