Neuer Sturm in der Karibik?

Wir haben in den vergangenen Wochen kaum noch etwas aus den Tropen gehört, die Wirbelsturmsaison auf dem Nordatlantik und auf dem Ostpazifik geht dem Ende entgegen. Zeit für eine Bilanz? Nein, noch lange nicht, die Saison läuft offiziell noch bis Ende November und tatsächlich könnte in den kommenden Tagen in der Karibik ein neuer Sturm entstehen. Das aktuelle Saellitenbild zeigt nördlich von Panama zahlreiche Schauer und Gewitter, hier bildet sich ein Tiefdruckgebiet:

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Noch ist kein konkretes Tiefzentrum auszumachen, noch keine Rotation der Schauer und Gewitter um ein Zentrum zu erkennen. Die Bedingungen sind aber günstig. Denn das Wasser in der südwestlichen Karibik ist immer noch fast 30 Grad warm. Starke und damit störende Höhenwind sind auch kaum vorhanden. Damit könnte sich das Tief in den kommenden Tagen langsam formieren. Einen zusätzlichen Schub könnte eine Kaltfront bringen, die zum Donnerstag von Nordwesten her die westliche Karibik erreicht. Die Temperaturgegensätze zwischen dem warmen Wasser und der kälteren Luft in größeren Höhen können sich verschärfen und damit die Labilität zunehmen.

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Wie geht es nun weiter? Die verschiedenen Modelle zeigen erst einmal eine nur langsame Entwicklung hin zu einem schwachen Tropensturm am kommenden Wochenende. Sicher ist diese Entwicklung noch längst nicht, aber sie wird immer wahrscheinlicher. Wie stark der Sturm wird und wohin er zieht, ist dagegen immer noch völlig offen. Wir bleiben am Ball und berichten gegebenenfalls weiter. Das europäische Modell lässt den Sturm zunächst nur langsam vorankommen, das deutsche Modell rechnet dagegen eine Zugbahn ausgerechnet in Richtung des in diesem jahr bereits schwer getroffenen Haiti. Allerdings ist dies noch sehr unsicher.

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Bisher wurden in der nordatlantischen Hurrikansaison 2016 insgesamt 14 Stürme registriert, von denen 6 Hurrikanstärke erreichten. Von diesen sechs Hurrikanen wurden drei als starke Hurrikane ab der Kategorie 3 der fünfteiligen Hurrikanskala eingestuft. Im langjährigen Mittel werden auf dem Nordatlantik 10 bis 11 Stürme beobachtet, davon 5 bis 6 Hurrikane und davon 2 bis 3 starke Hurrikane. Besonders in Erinnerung bleiben der Hurrikan „Matthew“, der in Haiti eine Katastrophe mit Hunderten Toten auslöste und dann große Schäden auf den Bahamas und an der US-Ostküste anrichtete, und der Hurrikan „Nicole“, der im Oktober auf die Insel Bermuda traf. Durch diese beiden Hurrikane war die Saison etwas aktiver als im Mittel. Nicht mitgezählt werden dabei zwei Stürme im Bereich der Biskaya und des Mittelmeeres, weil die namensgebende Behörde der USA für diese Seegebiete nicht zuständig ist.


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