Neuer Monat – neues Wetter?

November! Der meteorologisch letzte Herbstmonat. Schauen wir mal rein, wie die erste Novemberwoche sich gestalten wird – unser Wochenvideo dazu gibts übrigens wie gewohnt am Montag!

Die Großwetterlage zeigt noch hohes Geopotential, aus unserem Fachchinesisch simpel übersetzt warme Luftmassen. Allerdings setzt sich Mitte der Woche im Westen leichter Tiefdruckeinfluss durch, sichtbar durch den kleinen Kreis im Süden Großbritanniens:

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Insgesamt aber kommt wohl nicht wirklich viel Regen zustande, vor allem von Osten her hält sich noch Hochdruckeinfluss. Schauen wir mal auf die prognostizierten akkumulierten Regensummen bis kommenden Samstag von 3 verschiedenen Modellen:

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Wie man sieht ist die Tendenz eher trocken, vor allem im Südosten wird eher nix an Nässe zusammen kommen. Die Regensummen sollte man außerdem nicht zu ernst nehmen, wenn man sich so einen langen Zeitraum anschaut. Es dient in diesem Fall lediglich als Hinweis darauf, ob denn ernsthaft Niederschläge zu erwarten sind. Tendenz also: im Westen oder Nordwesten kann es kommende Woche mal etwas regnen, wann genau und wo genau ist noch nicht ersichtlich. Vermutlich am Freitag in Küstennähe mit einem Tiefausläufer, der uns dort eben nur steifen wird, eventuell schon am Mittwoch im Südwesten mal kurz.

Wahrscheinlich wird sich am nächsten Wochenende das schwächelnde Hoch im östlichen Europa wieder etwas verstärken und Mitteleuropa belagern. Trocken, trocken trocken…

Das bedeutet weiterhin Niedrigwasser an vielen deutschen Flüssen!

Im Schnitt fehlen in der Rheinstrecke zwischen Koblenz und Emmerich nur noch rund 35 Zentimeter bis zum bisherigen Niedrigwasserrekord aus dem Rekordjahr 2003. Sollte sich die Wetterlage nicht doch noch ändern, dann können sich die Pegelstände ab dem 10.11. den Rekordwerten nähern und diese unter Umständen auch erreichen.
Die Ursache des Rheinniedrigwassers liegt an der Witterung der vergangenen Monate. Ein Rheinniedrigwasser wird nicht in einer Woche gebacken. Vor allem in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und in Baden-Württemberg ist das Jahr bisher viel zu trocken ausgefallen. Zudem haben längere Hitzeperioden im Sommer dem Boden große Wassermengen entzogen. Gelegentliche Regenfälle der vergangenen Wochen konnten das Regendefizit bei weitem nicht ausgleichen.
In Teilen von Baden-Württemberg liegen die Pegelstände bereits seit Mitte Juni auf Niedrigwasserniveau.
Aktuelle Pegelabschätzungen auf www.pegeldeutschland.de

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