NEU: Tornado-Dopplerradar für USA

In jedem Jahr treten in den USA Hunderte Tornados auf, im langjährigen Mittel sind es etwa 1200. Auch in Europa werden jährlich Hunderte Tornados gemeldet. Verdächtige Gewitterzellen können in Radarbildern erkannt werden und so oft Tornadowarnungen ausgegeben werden. Dafür bieten wir neu auch die Radarbilder aus den USA an. In der Nacht zum 29. April 2017 gab es bereits ein lehrbuchmäßiges Beispiel für ein typisches Radarecho eines Gewitters mit Tornado.

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Neu bei uns ist das landesweite USA-Radar zu finden. Man kann in die Bundesstaaten und zu den einzelnen Radarstandorten zoomen.

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Die Animation der Radarbilder des Radarstandortes Fort Smith im US-Bundesstaat Arkansas vom Samstagmorgen (29. April 2017) zeigt, wie sich die Echos südwestlich und westlich von Cameron förmlich „einkringeln“. Man spricht von einem so genannten Hakenecho (amerikan.: Hook-Echo). Die Niederschläge wickeln sich sozusagen um den Aufwindbereich (niederschlagsfreier Bereich) herum.

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Das Standbild um 05:36 Uhr MESZ (22:36 Uhr Ortszeit) zeigt das sehr eindrucksvolle Hakenecho, das sich schon fast komplett um den regenfreien Aufwindbereich herum windet. Ein Hakenecho ist ein deutliches Anzeichen für vorhandene Rotation im Aufwindbereich einer Gewitterzelle. Hier kann sich ein Tornado bilden.

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Das Dopplerradarbild bestätigt die vorhandene Rotation des Aufwindbereichs. Nahe Cameron liegen im Radarbild mit der relativen Geschwindigkeit von 05:36 Uhr MESZ gegenläufige Bewegungen sehr eng beieinander, ein deutliches Zeichen für vorhandene Rotation. Die „relative Geschwindigkeit“ zeigt nicht die Intensität des Echos, sondern die Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit des Windes in Bezug auf den Radarstandort in Fort Smith (oben im Bild) an, der kleine Teilchen und Wolken in der Atmosphäre mit sich trägt. Man erkennt, ob sich Regentropfen und Schneeflocken vom Radar weg oder zu ihm hin bewegen. Wenn es im Bereich des Wetterradars Regentropfen oder Schneeflocken gibt, werden diese in unterschiedlichen Grünschattierungen gehalten, wenn sie zum Radar hingeweht werden. Rotschattierungen gibt es, wenn sich die Niederschlagspartikel vom Radar wegbewegen. Bei einer Westwindlage mit Niederschlag wird man also üblicherweise westlich des Radars grüne, östlich davon rote Farben sehen.

Tatsächlich wurde vom US-Wetterdienst etwa 1 Kilometer westlich von Cameron ein Tornado bestätigt, der mindestens ein Wohnmobil beschädigte. Einige Bäume und Strommasten stürzten um. Fotos vom Tornado selbst gibt es aber wegen der Uhrzeit am späten Abend nicht, zumal der Tornado durch die Niederschläge zusätzlich verdeckt wurde. Man spricht auch von einem „rain wrapped tornado“ (von Regen umschlossener Tornado).


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