Monsun in Indien: Große Schwüle, riesige Regenmengen

Der Sommermonsun in Indien setzt gegen Ende Mai langsam ein und dauert bis etwa September an, eine gewisse Variabilität ist natürlich vorhanden. Vor allem im Juni und im Juli fällt an einigen Orten extrem viel Regen, wie er in unseren Breiten kaum vorstellbar ist. Sehr feuchte und tropische Luftmassen vom Golf von Bengalen strömen heran und lassen große Regen- und Gewittergebiete entstehen.

Zudem ist die Luft vielerorts unglaublich schwül. Bei Temperaturen meist zwischen 30 und 40 Grad, teilweise sogar über 40 Grad, ist die Luftfeuchtigkeit enorm hoch. In unseren Breiten werden Taupunkte von über 18 Grad, erst recht von 20 Grad als sehr schwül und von vielen Menschen schon als unangenehm empfunden. In Indien herrschen dagegen teilweise Taupunkte von über 25 Grad – eine unglaubliche Schwüle.

Taupunkte, 07. Juni 2017, 08 Uhr MESZ

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In dieser schwülen und explosiven Luft entstehen dann immer wieder die großen Regen- und Gewittercluster, wie auch das Top-Alarm Satellitenbild zeigt. Dabei verhält es sich mit den Gewittern schon etwas ähnlich wie bei uns, denn auch hier werden nicht alle Regionen gleichmäßig erfasst. Die Blitzaktivität zeigt viele und teils kräftige Gewittercluster.

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Immer wieder kommt es dabei auch zu schlimmen Überschwemmungen durch intensive Regenfälle und Gewitter, wie beispielsweise 2014.

 

Besonders exponiert gelegene Regionen weisen teilweise extreme Niederschlagsmengen auf, was die langjährigen Mess- und Mittelwerte betrifft. Es können in wenigen Stunden mehrere 100 Liter Regen pro Quadratmeter fallen, in einem Monat sogar im Extremfall mehrere 1000 Liter Regen pro Quadratmeter.

Etwas bekannter schon ist der Ort Cherrapunji, welcher auf der dem Wind zugewandten Seite (Luv, also im Stau) der Khasiberge liegt. Hier drücken die feuchten Luftmassen vom Golf von Bengalen gegen die Berge und bringen sehr häufig andauernden und intensiven Regen. Der mittlere Jahresniederschlag liegt hier bei 11.440 Liter/qm, in Berlin dagegen bei 580 Liter/qm. In Cherrapunji fällt also mal eben rund 11.000 Liter/qm mehr oder auch fast 20 mal soviel Regen wie in Berlin! Der Ort gilt als einer der regenreichsten der Erde.

Für die kommenden sieben Tage zeigt die Vorhersagekarte mit den Niederschlagssummen teilweise 300 bis 400 Liter/qm, auch bei Cherrapunji soll wieder einiges runterkommen. Besonders nahe der Küsten am tropischen Meer soll es die intensivsten Regenfälle geben. Hier sind gebietsweise Überschwemmungen möglich.

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Ein Kommentar

  1. Justin Bui 12. Januar 2018

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