März 2019 mit viel Regen – große Bilanz seit der Dürre 2018

Im März 2019 ist bis zur Monatsmitte in weiten Landesteilen schon viel Niederschlag zusammengekommen, es gibt aber besonders im Osten Deutschlands auch Regionen, die nur wenig abbekommen haben. Wir wollen wieder ein Blick auf die Bilanz der Niederschlagsmengen werfen, auch im Vergleich zur Dürre im Jahr 2018.

Werfen wir zunächst einen Blick auf die Karte bis zum Morgen des 16. März mit den Niederschlagsmengen seit Monatsbeginn. Die Karte wird sowohl aus abgeleiteten Radardaten als auch aus Messwerten von Wetterstationen erstellt. Im Umfeld der Radarstandorte kann es örtlich durch falsche Radarpixel zu Fehlinterpretationen kommen – für einen Überblick ist die Karte aber sehr gut. Die Regionen mit hellgrün fallen sofort auf, also die Gebiete, wo bisher nicht wirklich viel zusammenkam. Am meisten gab es dagegen im Weststau des Schwarzwaldes. Für Details einfach auf die Karte klicken oder unsere Übersicht mit vielen Karten und Archiv besuchen:

 

Niederschlag März 2019 – ausgewählte Wetterstationen

Im Folgenden eine Liste von Wetterstationen quer durch Deutschland mit den Niederschlagsmengen im März 2019 bis einschließlich dem 15. März (Stand, 16.03.2019, 07 Uhr). Dabei ist in der zweiten Spalte das Monatsmittel aufgeführt, also die Menge, die jeweils im Monat März im langjährigen Mittel fällt. Ebenso in der dritten Spalte die Abweichung zu diesem Mittelwert.

Es muss bei den Abweichungen natürlich beachtet werden, dass es sich um die Abweichung der Niederschlagsmengen zum Gesamtmonat handelt. Beispiel Sylt: Hier sind bis Mitte März schon 13,5 mm mehr Niederschlag zusammengekommen, als nach den Mittelwerten in einem ganzen Monat März. Wo also bei den Abweichungen noch ein Minus steht, dort ist die durchschnittliche Monatsmenge noch nicht erreicht, es ist ja auch erst der halbe Monat rum. Dennoch werden die Unterschiede schon sehr deutlich, wo es sehr nass war und eben nicht sonderlich viel Nass vom Himmel kam.

Einordnung Niederschläge seit Dezember 2018 – nach der Dürre

In der folgenden Liste sehen wir die Niederschlagsmengen während der großen Trockenheit 2018 von Februar bis November im Vergleich mit den Niederschlagsmengen seit dem 1. Dezember 2018. Bis Ende November ging die Trockenheit, bevor im Dezember der große Umschwung zu nassem Wetter kam. Jeweils habe ich die Abweichungen vom langjährigen Mittel hinzugefügt, die sich immer auf den ausgewerteten Zeitraum beziehen, also Februar 2018 bis November 2018 und Dezember 2019 bis Mitte März 2019.

Wie eigentlich auch zu erwarten war, ist das Defizit trotz des oft nassem Wetters so gesehen nicht ausgeglichen. Das ist natürlich in 3,5 Monaten auch nur schwer möglich, beziehungsweise würde großes Hochwasser bringen. Allerdings zeigen die Zahlen doch recht deutlich, dass nicht wirklich viel mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel seit dem 1. Dezember gefallen ist. Speziell in den Mittelgebirgen und Alpen sieht es dagegen etwas anders aus. Hier kam doch deutlich mehr zusammen.

Kommende Woche mehr Hochdruckeinfluss

In der nächsten Woche setzt sich ein Hochdruckgebiet durch und es wird deutlich trockener. So wird die zweite Monatshälfte wahrscheinlich deutlich weniger Niederschlag bringen, als es in der ersten Monatshälfte im März der Fall war. Im Modellvergleich am Beispiel für Dortmund nehmen die Niederschlagssignale deutlich ab.



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