Lösen Gewitter Asthmaanfälle aus?

Werden massenhaft fliegende Pollen nach einem Gewitter zum Problem für Asthmatiker? In Australien wird diese Frage derzeit viel diskutiert, nachdem die Zahl der Toten nach einem Gewitter in der Stadt Melbourne auf 8 gestiegen ist. Aktuell sind in Australien wieder einige Gewitter mitten in der dortigen Pollensaison unterwegs. Ist da tatsächlich etwas dran? Müssen sich Asthmatiker auch bei uns Gedanken machen?

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Pollen unter dem Elektronenmikroskop

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang, der aber noch Gegenstand der Forschung ist. So melden sich nach einer Gewitterlage auch in Deutschland mehr Patienten mit Atembeschwerden und Asthmaanfällen bei den Ärzten oder müssen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Dabei heißt es eigentlich überall, dass nach Regenfällen die Luft reiner und sauberer ist, der Pollenflug deutlich zurückgeht. Das ist in den meisten Fällen auch so, allerdings nicht nach Gewittern. Bisher gibt es keine einhellige Erklärung für das Phänomen, nur Theorien. Die gängigste besagt, dass Pollen und Pilzsporen quasi in die Gewitter hineingezogen und dort nach oben transportiert werden. Dabei saugen sie sich mit Wasser voll und blähen sich auf, bis sie platzen. Geraten die entstandewnen kleinsten Pollenteilchen in den Abwindbereich des Gewitters, gelangen sie wieder nach unten, jetzt allerdings in deutlich kleinerer Form. Im Gegensatz zu vor dem Gewitter können sie nun leichter in die Atemwege und bis in die Lungen eindringen. Soweit die Theorie, die schon seit Jahrzehnten bekannt ist. Auch die Häufung von Atembeschwerden nach einem Gewitter ist nicht neu. Erst durch ein Ereignis in Australien ging das Thema neuerdings durch die Medien.

In Australien war Ende November 2016 ein Gewitter über die Stadt Melbourne gezogen. Danach gab es Tausende Fälle von Atemnot und Asthmaanfällen. Insgesamt 8 Menschen starben dadurch, Hunderte weitere mussten in Krankenhäusern behandelt werden.

Genau genommen müsste man also bei Gewittern nicht nur vor den üblichen Begleiterscheinungen wie Blitzeinschlägen, Starkregen, Hagel, Sturmböen und Tornados warnen, sondern auch vor Atembeschwerden bei Risikopersonen. Dies gilt vor allem dann, wenn gerade starker Pollenflug herrscht und es einige Zeit trocken war, also viele Pollen unterwegs sind. Astmatiker sollten bei Gewitter am besten im Haus bleiben und die Fenster schließen. Das ist im übrigen auch für alle anderen neben dem PKW als Faradayscher Käfig der sicherste Aufenthaltsort bei einem Gewitter. Dazu ein paar Tipps zum Verhalten bei Gewitter.

 

Unsere Blitzortung funktioniert für die gesamte Erde, hier findet man die aktuelle Blitzaktivität in Australien. Das Satellitenbild Top Alarm zeigt, wo gerade Gewitterwolken in die Höhe schießen.


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