Hurrikan „Sandra“ bricht viele Rekorde

Vor der mexikanischen Westküste hat sich der Hurrikan „Sandra“ weiter verstärkt. Er weist inzwischen mittlere Windgeschwindigkeiten bis etwa 230 km/h auf mit Böen bis etwa 280 km/h. Der Luftdruck im Auge des Hurrikans ist bis auf geschätzte 935 Hektopascal gesunken. Genaue Daten des Sturms gibt es nicht, weil derzeit kein Aufklärungsflugzeug in den Hurrikan unterwegs ist. Erst für den Freitag ist ein Aufklärungsflug geplant, wenn sich der Sturm allmählich der Küste nähert.

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Die Stärke und der geschätzte Luftdruck werden aus Satellitenbildern gewonnen. Abgleiche mit echten Messdaten hatten in den meisten Fällen eine recht gute Übereinstimmung erbracht. Das sehr kleine Auge deutet allerdings auf ein extrem ausgeprägtes und eng begrenztes Sturmfeld hin, das von den üblichen Analyseverfahren leicht unterschätzt werden kann. Der Hurrikan könnte also noch etwas stärker sein als derzeit vom National Hurricane Center angegeben. Zum Wochenende könnte „Sandra“ stark abgeschwächt auf die mexikanische Küste treffen.

„Sandra“ hat mittlerweile einige Rekorde gebrochen. Wir berichteten bereits darüber, dass es der späteste Sturm auf dem Nordostpazifik seit mehr als 30 Jahren ist. Mit der Verstärkung zu einem sehr starken Hurrikan der zweithöchsten Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Hurrikanskala ist es auch der späteste starke Hurrikan seit Beginn der Aufzeichnungen. Sogar für den gesamten November stellt „Sandra“ einen Rekord auf als bisher stärkster bekannter November-Hurrikan auf dem Ostpazifik.

Insgesamt ist „Sandra“ der neunte starke Hurrikan der Kategorie 3 (ab 185 km/h Mittelwind) oder höher in dieser Sturmsaison. Auch dies ist ein neuer Rekord. Der Hauptgrund für die vielen starken Hurrikane in diesem Jahr auf dem Nordostpazifik ist im Warmwasserphänomen El Niño zu suchen. Durch das stark erwärmte Wasser steht den Hurrikanen mehr Energie zur Verfügung.

 

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