Eis behindert Schiffsverkehr auf Flüssen und der Ostsee

Durch die anhaltende Kältewelle wird im Norden und Osten Deutschlands zunehmend der Schiffsverkehr beeinträchtig. Auf den meisten Flüssen und Seen bildet sich immer mehr Eis. In einigen Flüssen und Kanälen gibt es bereits Sperrungen für die Schiffe. Zum Wochenende entspannt sich die Lage zumindest vorübergehend mit dem Zustrom deutlich milderer Luft aus Südwesten.

Größere Behinderungen im Schiffsverkehr gibt es auf der Oder sowie auf mehreren Kanälen in Brandenburg. Hier herrschte in den vergangenen Nächten vielfach strenger Frost und auch tagsüber blieb es mit Höchstwerten meist deutlich unter -5 Grad eisig kalt. Nach dem extrem milden Dezember lagen die Wassertemperaturen zum Jahreswechsel noch deutlich über dem Gefrierpunkt, die extreme Kälte ließ die Werte aber innerhalb weniger Tage drastisch absinken und bereits nach etwa drei Tagen Dauerfrost setzte Eisbildung ein. Auf einigen Gewässern sind mittlerweile Eisbrecher im Einsatz, vor allem Schleusenanlagen müssen freigehalten werden.

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Eis an der Ostsee im Januar 2016

Auf jeden Fall sollten zugefrorene Gewässer nur mit äußerster Vorsicht oder am besten gar nicht betreten werden. Es besteht Lebensgefahr! Und sobald Tauwetter einsetzt, sollte man Gewässer grundsätzlich nicht mehr betreten.

Am Wochenende setzt sich auch im Nordosten Deutschlands mildere Luft durch, den genauen Ablauf kann man sich in unserem HD-Modell anschauen. Das Eis wird aber nicht sofort verschwinden. Erfahrungsgemäß dauert es einige Tage, bis das Eis wieder abschmilzt. Zudem könnte es in der neuen Woche wieder etwas kälter werden, wenn auch solch tiefe Temperaturen wie in den vergangenen Tagen und Nächten zunächst nicht zu erwarten sind.

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Satellitenbild der NASA vom 06.01.2016

Auch auf der Ostsee hat rasch Eisbildung eingesetzt. Die freie See ist noch komplett offen, aber in vielen Buchten hat sich bereits dichtes Eis gebildet. Die Boddengewässer an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns sind praktisch komplett vereist. In den Zufahrten nach Stralsund und Wolgast ist das Eis oft schon mehr als 10 Zentimeter dick. Zwischen Rügen und Hiddensee beträgt die Eisdicke inzwischen bis zu 20 Zentimeter, im Greifswalder Boden ist das Eis bis zu 15 Zentimeter dick. Dennoch ist in weiten Teilen der Ostsee deutlich weniger Eis vorhanden als im langjährigen Mittel. Auch hier dürfte das Eis ab dem Wochenende langsam abnehmen, aber nicht sofort verschwinden.

 

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