Durchschnittlicher Sommer in Thüringen

Auch wenn es vielen von uns anders vorkam, so war der Sommer 2016 doch insgesamt ein durchschnittlicher Sommer, wie er bei uns in den gemäßigten Breiten üblich ist.  Allerdings lagen die Temperaturen vor allem durch den warmen August 0,5 bis 1 Grad über den langjährigen Mittelwerten der Jahre 1981 bis 2010. Mild waren besonders die Nächte, an der Wetterstation in Weimar-Schöndorf wurde sogar ein Rekord aufgestellt: Noch nie seit Aufzeichnungsbeginn waren die Sommernächte im Mittel so mild wie in diesem Jahr. Die Niederschlagsbilanz fällt sehr unterschiedlich aus, was vor allem an den vielen Schauern und lokalen Unwettern lag. Diese brachten örtlich und eng begrenzt große Regenmengen, während nur wenige Kilometer weiter kaum etwas fiel. Auf der Schmücke und auf dem Kleinen Inselberg fiel etwas mehr Regen als im Mittel, während z.B. in Dachwig (Landkreis Gotha) nur gut die Hälfte des üblichen Wertes zusammenkam. Die meisten Regionen in Thüringen waren zu trocken, vor allem im August fiel sehr wenig Regen. Die Sonne hielt sich dagegen in etwa an das langjährige Mittel der Jahre 1981 bis 2010.

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Regenreichste Orte (in Klammern Mittelwert der Jahre 1981-2010):

Schmücke: 324 l/qm (317)

Kleiner Inselberg: 312 l/qm (293)

Neuhaus am Rennweg: 304 l/qm

Birx/Rhön: 249 l/qm (266)

Bad Lobenstein: 243 l/qm (239)

Schmalkalden: 237 l/qm (213)

Krölpa-Rockendorf: 233 l/qm

Schleiz: 232 l/qm

Veilsdorf: 229 l/qm

Langenwetzendorf-Göttendorf: 217 l/qm

 

Trockenste Orte:

Dachwig: 92 l/qm (173)

Artern: 108 l/qm (161)

Mühlhausen/Thüringen-Görmar: 131 l/qm (187)

Olbersleben: 132 l/qm

Eisenach: 134 l/qm

Erfurt-Weimar: 138 l/qm (184)

Jena (Sternwarte): 143 l/qm (198)

Leinefelde: 147 l/qm (203)

Moorgrund Gräfen-Nitzendorf: 149 l/qm

Schwarzburg: 160 l/qm

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