Deutschland-Wetter: ab Dienstagabend, 05.01.2016

Wetterlage:

Derzeit befindet sich eine ausgeprägte Luftmassengrenze genau über Deutschland. Sie liegt etwa von der Grenze NRW/Niedersachsen über den Thüringer Wald bis nach Sachsen und wird sich zunächst kaum verlagern. Grund sind Tiefdruckgebiete über dem Nordatlantik und bei den Britischen Inseln, die milde und feuchte Luft in den Westen und Südwesten lenken sowie ein Hochdruckgebiet über Russland, das trockene und sehr kalte Luft in den Norden und Osten Deutschlands weht. Tiefausläufer versuchen die Kälte zu verdrängen, was aber zunächst nicht gelingt. Dabei schiebt sich nur in der Höhe deutlich feuchtere und etwas mildere Luft über die trockene Kaltluft. Die Folge sind Schnee und Glatteisregen.

Vorhersage:

In der Nacht ändert sich die Lage der Luftmassengrenze über Nord- und Ostdeutschland kaum. Das bedeutet weiterhin für den Übergangsbereich zur frostigen Luft teilweise gefrierenden Regen, dabei werden auch Gegenstände durch Eisregen von einer Eisschicht überzogen! Meist Schnee, örtlich auch mal gefrierender Regen oder Eiskörner fallen noch häufiger vom nordöstlichen Niedersachsen über Sachsen-Anhalt und teilweise Thüringen bis nach Sachsen und MittwochBrandenburg/Berlin. Im äußersten Nordosten ist es trocken. Auf der milden Seite der Luftmassengrenze fällt im Westen und Süden zeitweise Regen, in Ost- und Südostbayern auch Schnee oder gefrierender Regen. Die Tiefstwerte liegen zwischen -13 Grad in der Uckermark und 4 bis 5 Grad am Rhein.

Am Mittwoch ändert sich nur wenig an der Wetterlage. Im Norden und Osten bleibt es frostig und zeitweise schneit es etwas, überwiegend nur leicht. Die Frostgrenze (Luftmassengrenze) dürfte etwa von der nördlichen Grenze von NRW zu Niedersachsen über das Thüringer Becken bis zur Oberlausitz verlaufen. Weiter nach Süden hin wird es stetig milder bei etwas Regen, ab 700 bis 800 Meter auch Schnee. Am Rhein sind erneut milde 8 Grad zu erwarten.

Informieren Sie sich über die Straßenverhältnisse mit den Glättemeldeanlagen in unserem Autobahnwetter (wenn leere Karte, bitte 15 min zurückklicken):

Aussichten:

Am Donnerstag zieht ein Tiefausläufer mit teils kräftigem Regen in die Gebiete von NRW bis nach Baden-Württemberg. Gegen Abend erreicht dieser die Luftmassengrenze und damit auch die teils noch frostigen Gebiete, was hier vor allem in der Nacht Schnee, Schneeregen und Glatteisregen zur Folge hat, der aber zögerlich bei steigenden Temperaturen in Regen übergeht. Verbreitet wird es besonders im Osten und Nordosten glatt! Die Höchstwerte liegen noch einmal zwischen kalten -6 Grad in der Uckermark und milden 8 Grad am Rhein. Die Dauerfrostgrenze verschiebt sich möglicherweise etwas nach Nordosten.

Am Freitag zieht der Schneeregen und Glatteisregen im Nordosten allmählich ab und dahinter ist es fast im ganzen Land vorübergehend trocken und recht freundlich mit zeitweiligem Sonnenschein. Später könnte dann im Süden und Südwesten neuer Regen aufkommen. Der Ablauf ist aber noch unsicher. Im Norden und Osten werden meist wieder leichte Plusgrade von 0 bis 3 Grad erreicht, sonst liegen die Höchstwerte bei 3 bis 6, am Rhein bei bis zu 8 Grad.


Letztes Update: Fabian Ruhnau, 18:05 Uhr


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