Bilanz der Tornadosaison 2016

Die Tornadosaison war in diesem Jahr in Deutschland aktiver als in den Jahren zuvor. Mehr als 50 Tornados sind bisher bestätigt, davon drei in Baden-Württemberg, die zum Glück keine größeren Schäden anrichteten. Dazu kommen zahlreiche noch ungeklärte Verdachtsfälle.

Vor allem während der Unwetterlagen im Juni und Juli wurden auch in unserer Region mehrfach Trichterwolken gemeldet. Bestätigte Tornados in der Regenbogenwelt sind aber aus diesem Jahr bisher nicht bekannt. In Baden-Württemberg wurde am 23. Juli ein Tornado bei Bittelbrunn an der Autobahn A81 beobachtet, im August gab es mindestens zwei Tornados auf dem Bodensee, alle ohne größere Schäden.

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Deutschlandweit sind in diesem Jahr bisher mindestens 55 Tornados bestätigt. Das ist die höchste Zahl seit 2007. Dazu kommen Hunderte Verdachtsfälle, die noch ungeklärt sind. Der bisherige Rekord stammt aus dem Jahr 2006, damals waren es mindestens 122 bestätigte Tornados. Die Schäden gehen in diesem Jahr in die Millionen, die größten Schäden richteten Tornados am 07.06. in Hamburg, am 04.09. bei Göttingen und in Thüringen an. Anders als oft berichtet können Tornados bei uns genauso stark sein wie in den USA. Selbst tonnenschwere Mähdrescher wurden in Deutschland schon durch die Luft gewirbelt. Die meisten Tornados sind dabei schwach, dies gilt aber auch für die USA. Im langjährigen Mittel werden etwa 30 bis 60 Tornados pro Jahr in Deutschland registriert. Die Tornadoschäden gehen bei uns in jedem Jahr in die Millionen. Der bekannteste Tornado in Baden-Württemberg ist der Fall in Pforzheim am 10. Juli 1968 mit Windgeschwindigkeiten zwischen 350 und 400 km/h. Damals kamen zwei Menschen ums Leben, mehr als 2000 Häuser wurden beschädigt.

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