Am Wochenende heftige Regenfälle auf dem Balkan

Derzeit gehen Bilder aus Griechenland mit Flüchtlingen und Zelten, die im Schlamm versinken, durch die Medien. In Teilen Griechenlands und Mazedonien ist bereits sehr viel Regen gefallen. Am kommenden Wochenende drohen noch heftigere Regenfälle, die zu Überschwemmungen führen können. Damit könnte sich die Lage vieler Flüchtlinge noch deutlich verschlimmern.

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Die Karte zeigt die 24stündigen Regenmengen bis zum Donnerstagmorgen, 7 Uhr MEZ. Im Grenzgebiet von Griechenland zu Mazedonien sind recht große Regenmengen gefallen. In Gevgelija auf der mazedonischen Seite der Grenze, gegenüber von Idomeni, waren es 42 Liter pro Quadratmeter.

Das Tief „Doris“, das sich aktuell über dem westlichen Mittelmeer verstärkt, zieht bis zum Wochenende in den Bereich Süditalien – Griechenland. Es lenkt an seiner Ostseite feuchtwarme Luft über Griechenland nach Norden. Diese Luftmassen gleiten auf die hier lagernde kältere Luft auf. Die Folge sind anhaltende und heftige Regenfälle, teils sogar mit Gewittern.

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Vor allem im Norden Griechenlands und im Südosten Mazedoniens können gebietsweise mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter fallen, nur im höchsten Bergland auch als Schnee. Hier geht es zu unserer Kompakt HD-Vorhersage für die Gemeinde Axioúpoli, zu der Idomeni gehört. In Idomeni harren Tausende Flüchtlinge in einem provisorischen Lager vor der geschlossenen Grenze zu Mazedonien aus. Starke Regenfälle dürfte es auch rund um die Ägäis geben und vor allem in der nördlichen Ägäis kann zudem starker Seegang auftreten, hier muss auch mit Sturmböen gerechnet werden.

 

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