Am Dienstagnachmittag Gewitterlage im Osten?

Nur kurze Zeit konnte sich das Hoch „Oliver“ über Deutschland behaupten. Die Ausläufer des Tiefs „Waltraud“ mit Zentrum bei Island liegen inzwischen mitten über Deutschland und überqueren unser Land von West nach Ost. Davor ist es im Osten heute noch warm, bevor im Laufe des Nachmittags Schauer und auch einzelne Gewitter aufziehen. Lokal können diese kräftig sein.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt das Wolken- und Regenband des Islandtiefs. Das dicke Wolkenband selbst markiert die Kaltfront, die Schleierwolken (lateinisch Cirren) davor die Warmfront, die aber immer mehr von der Kaltfront eingeholt wird. Man spricht von einer Okklusion, wenn die Kaltfront die Warmfront einholt. Das Regenband der Front kann man live im hoch aufgelösten Radar verfolgen.

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Siginikantes Wetter aus dem HD-Modell, grün für Regen/Schauer, violett für Gewitter

Unmittelbar vor dem schmalen, sich nach Osten hin abschwächenden Regenband entstehen im Laufe des Nachmittags und am Abend zwischen der Ostsee und dem Erzgebirge sowie in Bayern teils kräftige Schauer und auch einzelne Gewitter, in deren Bereich lokal mit Starkregen, kleinem Hagel und stürmischen Böen gerechnet werden muss. Sind vereinzelt auch Tornados möglich?

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Die Karte zeigt die vertikale Windscherung in der Schicht zwischen dem Boden und etwa 1,5 Kilometer Höhe. Damit ist gemeint, wie sich Geschwindigkeit und Richtung des Windes mit der Höhe ändern. Weiße und blaue Farben in der Karte bedeuten, dass der Windunterschied (Scherung) nur sehr gering ist, in den grünen Region ist die Scherung leicht erhöht. Für die Entstehung von Tornados sind bodennah feuchte Luft, große vertikale Temperaturgegensätze und starke Scherung günstig. Bei komplett fehlender Scherung sind zwar auch Tornados möglich, diese sind aber eher schwach.

In den kommenden Tagen ist die Gewittergefahr erst einmal nur sehr gering. Unter Hochdruckeinfluss setzt sich in trockener Luft für mehrere Tage meist sonniges Wetter in Deutschland durch. Zum Wochenende gelangt etwas feuchtere und warme Luft in den Süden und Südwesten Deutschlands. Dann könnte das Gewitterrisiko vor allem in den Bergländern langsam ansteigen. Die Scherung bleibt aber gering und die Tornadogefahr vorerst niedrig.


 

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