Ab Montagnachmittag erster Tiefausläufer – Mittelgebirge/Osten Schnee

Am heutigen Montag beginnt der schon oft hier in den vergangenen Tagen angesprochene Wetterwechsel, denn es erreicht uns ein erster Tiefausläufer.  Dabei handelt es sich um eine Okklusionsfront, also weder eine Kaltfront, noch eine Warmfront. So in Mischdingen halt 😉

Wir sehen den Ablauf bis Dienstag gut in der animierten Schneefallgrenze aus dem Super HD Modell unten. Mit der ersten Front wird die eingeflossene kühlere Luft zunächst auch im Osten bis Dienstagvormittag verdrängt und die Schneefallgrenze steigt im Westen und Süden recht deutlich an. Das liegt einfach an einfließender, gut durchmischter Meeresluft vom Atlantik, die nun mal recht mild ist. Am Dienstag beginnt die Schneefallgrenze aber bereits von Nordwesten her rasch wieder zu sinken. Dann kommt kühlere und vor allem höhenkalte Luft vom Nordatlantik zu uns.

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Es wird ab dem Montagnachmittag im Westen Regen einsetzen, anfangs fällt ab etwa 500 bis 600 Meter  Schnee, bevor aber die Schneefallgrenze in der Nacht zum Dienstag bis auf etwa 700 bis 800 Meter vorübergehend ansteigt. Interessanter wird es nach Osten hin, da hier die kältere Luft etwas zäher ist und zudem das Timing der Niederschläge in der Nacht und in den Frühstunden am Dienstag „besser“ ist für Schnee. So bekommen besonders die östlichen Mittelgebirge, aber auch der Harz eine erste ordentliche Packung Neuschnee. Außerdem sehen wir auch unten in den Karten mit dem signifikanten Wetter, dass es im Osten (eingeschlossen auch der Osten von Bayern) bis in tiefe Lagen schneien wird (blau in den Karten). Nicht ausgeschlossen ist im Nordosten (wo wir in der ersten Karte unten „rot“ sehen) eine kurze Phase mit gefrierendem Regen (Glatteis)!

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Werfen wir einen Blick auf die berechneten Schneehöhen am Dienstag um 08 Uhr – einfach auf die Karten unten klicken für eine größere Ansicht. Die erste Karte ist aus dem Super HD Modell, die zweite aus dem Rapid HD Modell. Beide sehen die Situation sehr ähnlich. So kann sich wahrscheinlich kurzzeitig von Teilen Vorpommerns bis ins östliche Brandenburg eine dünne Schneedecke ausbilden. Außerdem gibt es Neuschnee in den Mittelgebirgen – vor allem im Hochsauerland, Harz, Thüringer Wald, Hochschwarzwald und von Oberfranken bis zum Bayerischen Wald. Das sehen wir auch hier am akkumulierten Niederschlag als Schnee (1 mm Niederschlag = ~1 cm Neuschnee).

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Ab Dienstagnachmittag und besonders in der Nacht zum Mittwoch und am Mittwoch tagsüber kann es dann teils kräftige Schneeschauer und örtliche Wintergewitter bis in tiefe Lagen geben. Dann flutete uns hochreichende Kaltluft vom Nordatlantik. Der große Wintereinbruch wird das aber für die allermeisten nicht. Infos dazu gibt es auch in diesem Beitrag oder einfach das signifikante Wetter hier ansehen.



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3 Kommentare

  1. Hans 15. Januar 2018
  2. Gino 15. Januar 2018
  3. Hans 15. Januar 2018

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