Taifun Koppu wird sehr gefährlich für die Philippinen!

Der Taifun Koppu lag am Samstagmorgen unserer Zeit nur noch wenig östlich der nördlichen Philippinen. Er hat sich noch einmal über dem warmen Wasser deutlich verstärkt und hat jetzt ein klassisches Auge in seinem Zentrum ausgebildet. Direkt im Auge des Sturms ist es fast windstill, im unmittelbaren Bereich um das Auge herum herrschen dagegen die höchsten Windgeschwindigkeiten. Verfolgen können Sie den Taifun mit unseren Satellitenbildern.

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In den kommenden Stunden dürfte der Taifun mittlere Windgeschwindigkeiten von etwa 220 km/h erreichen, die stärksten Böen dürften dann etwa bei 270 km/h liegen!

Er bewegt sich nur sehr langsam mit derzeit etwa 11 km/h Richtung Westen, genau auf die nördlichste Insel Luzon der Philippinen zu. Etwa in der kommenden Nacht zum Sonntag (unserer Zeit, MESZ) wird er dann bei den Philippinen an Land gehen. Vor allem in den küstennahen Gebieten ist mit erheblichen Schäden und Verwüstungen durch die extremen Orkanböen zu rechnen. Die Hauptstadt Manila wird wahrscheinlich nur am Südwestrand des Taifuns liegen, kann aber trotzdem sehr viel Regen abbekommen.

Langsame Zugbahn – die große Gefahr der extreme Regen

Generell schwächt sich der Sturm nach seinem Landgang deutlich ab, so dass der extreme Wind sich bis Montag stetig abschwächt. Große Sorgen macht aber, dass der Taifun nur sehr langsam über Luzon weiterzieht, wahrscheinlich nach Norden. Der Wind rückt dann mehr in den Hintergrund, denn weiterhin muss mit extremen Regenfällen gerechnet werden, die sich eben nur sehr langsam verlagern. So können bis Mitte nächster Woche, sollte der Sturm wirklich länger über den nördlichen Philippinen verweilen, unfassbare Regenmengen zusammenkommen!

Verbreitet sind 200 bis 400 Liter/m² möglich, im Extremfall können stellenweise sogar 700 bis 1000 Liter/m² zusammenkommen. Sie müssen sich vorstellen, dass im langjährigen Mittel in einem ganzen Jahr in Köln etwa 700 Liter/m² fallen und in Berlin knapp 600 Liter/m². Es kann also durch den Taifun in wenigen Tagen zu mehr Regen kommen, als bei uns in einem ganzen Jahr fällt.

Es muss mit sehr schlimmen und großflächigen Überschwemmungen gerechnet werden und auch Erdrutsche sind zu befürchten. Wie schon beschrieben, wird die Unwettersituation dort möglicherweise bis weit in die kommende Woche anhalten.

 


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