Was sind Haloerscheinungen?

Wir alle kennen den Regenbogen, der sich zeigt, wenn es regnet und gleichzeitig die Sonne scheint. Es gibt aber noch ganz andere optische Erscheinungen am Himmel. Nebensonnen sind noch recht bekannt, aber die Palette an den Halo-Erscheinungen ist noch wesentlich größer. Das folgende Bild gibt einen kleinen Eindruck, was möglich ist.

Insgesamt sind über 50 verschiedene Arten von Haloerscheinungen bekannt, sie kommen in Form von Kreisen um Sonne oder Mond, Halbkreisen, Lichtsäulen und Bögen vor. Einzelne Haloarten sind bisher noch ungeklärt, weil sie nur selten beobachtet werden. Ansonsten sind Halos für einen aufmerksamen Beobachter an einigen Dutzend Tagen im Jahr zu sehen. Sie alle entstehen durch Brechung oder Spiegelung des Sonnenlichts an Eiskristallen, die vor allem in dünnen, hohen Wolken vorkommen. Anders als der Regenbogen sind Haloerscheinungen nicht so bekannt, aber manchmal genauso imposant.

Die meisten Halos sind allerdings nur schwach erkennbar und werden nur von wenigen Beobachtern gesehen. Anders als der Regenbogen, der gegenüber der Sonne erscheint, treten Haloerscheinungen überwiegend in der Himmelsrichtung, in der auch die Sonne als Lichtquelle am Himmel steht. Dies erschwert die Beobachtung deutlich. Der nicht allzu häufige, aber oft farbenprächtige Zirkumzenitalbogen erscheint – wie der Name schon sagt – um den Zenit, also senkrecht über dem Beobachter und wird damit oft übersehen.

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Zu den bekanntesten Haloerscheinungen gehören die Nebensonnen, die als helle Lichtflecken links und rechts neben der Sonne erscheinen können.

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Der Zirkumzenitalbogen ähnelt in seiner Pracht manchmal dem Regenbogen und wird auch schon mal als solcher gemeldet. Während der Regenbogen gegenüber der Sonne auftritt, bildet sich der Zirkumzenitalbogen um den höchsten Punkt des Himmels, den Zenit. Dabei ist nicht der gesamte Kreis zu sehen, sondern nur ein Viertel bis maximal die Hälfte des Kreises als farbiger Bogen.

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Auch Nebel kann bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt aus Eiskristallen bestehen. Dabei sind ebenso wie bei den hohen Wolken am Himmel Haloerscheinungen in den verschiedensten Erscheinungsformen möglich.

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Nicht nur die Sonne dient als Lichtquelle für Halos, auch durch das Mondlicht können sie ausgelöst werden, allerdings sind sie selten so gut zu sehen wie im Februar 2012. Damals zeigte sich ein 22°-Ring um den Mond, der durch eine dünne Schicht aus Schleierwolken hindurch schien. Das Ereignis ging damals durch die Medien.

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Kann man Haloerscheinungen vorhersagen? Teilweise schon, weil man die atmosphärischen Bedingungen mit hohen, dünnen Cirruswolken (Schleierwolken) kennt, bei denen sie auftreten. Allerdings lässt sich nicht genau sagen, welche Haloerscheinungen genau zu erwarten sind. Die Vorhersagekarten für die hohe Bewölkung aus dem SuperHD-Modell zeigen zusammen mit der Gesamtbedeckung, wo am ehesten damit zu rechnen ist.


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