Europa-Wetterlage und was die Griechen damit zu tun haben

Wir schauen in diesem Blog mal, was so aktuell in Europa wettertechnisch los ist und wie es mittelfristig weitergeht – dann wird uns auch allen klar, was mit der Überschrift gemeint ist.

Die Luftmassenverteilung ist klar und wird uns anschaulich gemacht über das sogenannte Geopotential – was uns vereinfacht gesagt über warme oder kalte Luftmassen informiert. Über Mitteleuropa waaaarme Luft, das spüren wir (zumindest all diejenigen Glücklichen, die außerhalb des andauernden Hochnebels und Richtung Südwesten liegen).

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Die Linien des Geopotentials aus der oberen Karte sind gleichzusetzen mit der Windrichtung. Wir sehen also in der nächsten Karte den Wind in ungefähr 5.5 km Höhe (wir Meteorologen denken in komischen Größen, ich weiß 😉 deshalb steht dort auch 500 hPa, weil wir in Druckflächen denken… aber macht euch keine Platte).

Jedenfalls zeigt dies hier den Wind in größeren Höhen der Atmosphäre UND worauf ich eigentlich hinaus will: waaaarme Luft wird herangeführt. Woran wir das sehen? Über Mitteleuropa ist Südwind, und im Süden ists generell warm, wie wir alle wissen:

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Wenn wir uns nun die Europa-Temperaturen angucken, ist eigentlich nix außergewöhnliches momentan erkennbar. In Nordskandinavien ist schon Winter, Osteuropa hat kühle einstellige Temperaturen, in der Südtürkei lässt man sich bei 26 Grad noch schön die Sonne aufn Pelz brennen. Schaut euch gern mal hier die Höchstwerte von gestern an.

Doch wie gehts nun weiter und was können die Griechen dafür? Ganz einfach: in den kommenden Tagen bleibt uns diese Wetterlage erhalten und wird am Wochenende noch deutlicher. Man nennt sie auch „OMEGA“-Wetterlage – weil sie auf der Wetterkarte dem griechischen Großbuchstaben Omega ähnelt. Die Lage wird als recht stabil eingestuft. Der Clou daran ist, dass „echtes Wetter“ mit Regen, Schnee und Sturm, was prinzipiell mit ordentlichen Tiefdruckgebieten stattfindet, um Mitteleuropa herum gelenkt wird; wir haben ja oben gelernt, dass der Wind parallel zum Geopotential weht und somit alle Tiefs „außenrum“ gelenkt werden.

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Konkret heißt das ab Freitag bis wahrscheinlich Ende NÄCHSTER Woche trockenes Hochdruckwetter für Deutschland! Normalerweise auch sonnig, aber ihr wisst ja, Nebel und Hochnebel…….

Zum Thema Wettervorhersage über diesen Zeitraum: was möglich ist, ist zu sagen, dass wir 1 Woche lang die gleiche Wetterlage haben und es trocken bleibt. Was unmöglich ist, sind detaillierte Prognosen für Bewölkung (Hochnebel) und damit einhergehend auch Temperatur. Außerdem kommt es auch auf die Lage des Hochdruckgebiets am Boden an, es läuft ja nicht alles nur über die Höhe. Denn wenn bodennah kühle Luft aus Osteuropa einströmt, bleibt es im Nordosten eher kühl mit 9 bis 13 Grad, während es im Südwesten häufig 15 bis 18 Grad sind.

Guckt euch in unserer XL-Vorhersage den Trend für eure Stadt an, HIER. Und hier beispielhaft für Stuttgart:

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