Gewittrig durchsetzter Starkregen

Wir haben bei uns im Wetterkanal schon ausführlich über die Starkregen-Wetterlage und die Unsicherheiten bezüglich der genauen Prognose – wo am meisten Regen runterkommt – berichtet, langsam konkretisiert sich die Lage. Allerdings ist es auch vom jetzigen Zeitpunkt nicht genau vorhersagbar, wie hoch die Regenmengen in Sachsen und Berlin-Brandenburg sein werden. Die Zone des flächigen Regens ist ziemlich gut erfasst, sie liegt von Bayern/Mittelfranken über Tschechien, das Erzgebirge hinweg bis zur Lausitz und über Berlin-Brandenburg hinweg bis zur Mecklenburgischen Seenplatte. Hier die aufsummierten Regenmengen bis morgen Freitag 8 Uhr (vom SuperHD-Modell – für Detailinfos in die Länder und Landkreise). Vor allem in den orange und rot eingefärbten Gebieten kann es bezüglich Überflutungen kritisch werden.

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Hier die aufsummierten Regenmengen vom ECMWF-Modell: Laut dieser Vorhersage wären nordwestlich von Berlin punktuell über 100, örtlich sogar über 150 Liter Regen pro Quadratmeter möglich. In den flächigen Regen sind teilweise Gewitter eingelagert, und genau dieser gewittrige Starkregen ist die Problematik, er kann örtlich das Fass zum Überlaufen bringen.

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Das sind die bisher (in der Nacht) gefallenen Regenmengen (12-stündiger Regen von Mittwochabend 20 Uhr bis Donnerstagmorgen 8 Uhr): In Mittelfranken sind zum Teil schon 50 bis 70 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen (zum Ablesen auf die Zahlen/Mouseover):

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Auf dem Radar sieht man die aktuelle Lage des Regengebietes. Erste konvektive Zellen/Schauer und Gewitter haben sich nun am Donnerstagvormittag im südlichen und östlichen Brandenburg gebildet.

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Beachten Sie im Laufe des Tages und in der kommenden Nacht Stormtracking und die Flash-Flood bzw. Sturzflutwarnungen. Dann werden Sie informiert, wo es bezüglich Überfutungen kritisch werden könnte.

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