Zweitgrößtes Feuer in der Geschichte Kaliforniens

Die Brände im US-Bundesstaat Kalifornien breiten sich weiter aus, allein das größte Feuer in den Counties Santa Barbara und Ventura – das „Thomas Fire“ – hat bereits eine Fläche von mehr als 1000 Quadratkilometern verbrannt, das entspricht fast der Hälfte des Saarlandes. Allein am Samstag mussten sich etwa 12.000 Menschen in Sicherheit bringen. Und der auffrischende und sehr böige Wind treibt die Flammen heute weiter an.

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Die Animation der Satellitenbilder aus der Region in Südkalifornien zeigt die Rauchwolken, die sich in der vergangenen Nacht bis weit auf den Pazifik hinaus ausbreiteten. Das größte Feuer, das „Thomas Fire“, hat inzwischen eine Fläche von etwa 1083 Quadratkilometer verbrannt – eine Fläche, die fast halb so groß ist wie das Saarland. In der Liste der bisher größten Feuer in der Geschichte Kaliforniens (seit 1850 Bundesstaat der USA) hat es damit den zweiten Platz erreicht, wenn man nur die Feuer betrachtet, die komplett in Kalifornien auftraten (Stand: 17.12.2017):

  • Rush, 1277 Quadratkilometer, Lassen County, August 2012 (teilweise in Nevada).
  • Cedar, 1134 Quadratkilometer, San Diego County, Oktober 2003.
  • Thomas, 1083 Quadratkilometer, Santa Barbara County, Dezember 2017
  • Rim, 1045 Quadratkilometer, Tuolumne County, August 2013.
  • Zaca, 972 Quadratkilometer, Santa Barbara County, Juli 2007.

Es fällt auf, dass die meisten großen Brände im Sommer oder Frühherbst auftraten. Das „Thomas Fire“ ist das einzige unter den 20 größten Bränden im Bundesstaat Kalifornien, das nach dem Oktober auftrat. Daher ist es schon sehr ungewöhnlich. Allein durch dieses Feuer wurden bisher mehr als 1000 Gebäude zerstört, der größte Teil davon Wohnhäuser.

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Die erwarteten Windböen am Sonntag, 19 Uhr MEZ (10 Uhr kalifornischer Zeit). Am heutigen Sonntag weht vor allem im Ventura County extrem trockener und sehr böiger nordöstlicher Wind mit der Gefahr von lokalen Sturmböen um 100 km/h. Damit dürfte sich die Lage in der betroffenen Region heute noch deutlich verschlechtern. Im Menü kann man sich die Windverhältnisse der kommenden Stunden genauer anschauen und dafür Stunde für Stunde durchblättern. In den kommenden Tagten schläft der Wind weitgehend ein, vielleicht können die Brände dann teilweise eingedämmt werden. Bisher hat der Kampf gegen die Flammen in diesem Monat schon mehr als 100 Millionen US-Dollar gekostet.

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Mit dem böigen Wind ist heute auch der Fire Weather Index wieder sehr hoch, ab morgen nimmt er deutlich ab.

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Die erwarteten Regensummen bis zum kommenden Sonntag (24.12.) aus dem globalen US-Modell. Für die betroffene Region in Südkalifornien wird vorerst nur sehr wenig Regen gerechnet.

Zum Schluss noch einige Eindrücke der vergangenen Tage:


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Ein Kommentar

  1. Daniel Bachmeier 17. Dezember 2017

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