Was Hurrikan HARVEY so gefährlich macht

Auf dem Golf von Mexiko verstärkt sich der Hurrikan HARVEY weiter und kann zu einem starken Hurrikan werden, bevor er auf die Küste des US-Bundesstaates Texas trifft. Es ist das erste Mal seit 18 Jahren, dass in einem August ein Hurrikan Texas erreicht, damals war es der Hurrikan Bret. Und wenn Harvey noch stärker wird, könnte er der erste starke Hurrikan seit 2005 sein, der auf die USA trifft. In Teilen der USA droht eine Unwetterkatastrophe mit großen Ausmaßen.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt den eindrucksvollen Hurrikan mit einem sehr kleinen Auge, das einen Durchmesser von kaum 10 Kilometern aufweist. Die mittleren Windgeschwindigkeiten reichten um 7 Uhr MESZ bis etwa 160 km/h mit noch weit stärkeren Böen. Damit hat Harvey die Kategorie 2 auf der fünfteiligen Skala erreicht, ab Kategorie 3 spricht man von einem starken Hurrikan. Der Luftdruck im Zentrum ist auf 967 Hektopascal gefallen und sinkt weiter. Das Zentrum des Hurrikans trifft am Samstag im Bereich Corpus Christi bis Port O´Connor auf die Küste, aber schon viele Stunden zuvor mit erheblichen Auswirkungen gerechnet werden.

Was den Hurrikan so gefährlich macht:

Wind: Gefährlich ist natürlich der Wind, der viele Schäden anrichten dürfte. Viele Bäume stürzen bei diesen Windgeschwindigkeiten um und Dächer werden abgedeckt. Problematisch sind auch umher fliegende Gegenstände, die sich wie Geschosse in Gebäude bohren und so zusätzliche Schäden anrichten können.

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Sturmflut: Während das Wasser auf der linken Seite der Zugbahn von der Küste weggedrückt wird, schiebt sich ein Wasserberg im Bereich des Auges und auf der rechten Seite der Zugbahn an die Küste. An einigen Küstenabschnitten muss mit einer 3 bis 4 Meter hohen Sturmflut gerechnet werden, stellenweise auch noch höher. Nicht mit gerechnet sind meterhohe Wellen, die auf Strände und Küstenanlagen schlagen. Wie die Wellenhöhenkarte aus dem globalen US-Modell zeigt, können die Wellen im Golf von Mexiko bis fast 10 Meter hoch werden, einzelne sogar noch höher.

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Starkregen: Im Bereich des Hurrikan fällt verbreitet anhaltender und extrem ergiebiger Regen. Da der Hurrikan sehr langsam zieht, können gebietsweise enorme Regenmengen zusammenkommen, wie sie bei uns im Durchschnitt im ganzen Jahr fallen. Dadurch muss mit großflächigen Überschwemmungen auch weit im Landesinnern gerechnet werden. Und es kommt sogar noch schlimm: Weiter im Norden kann sich ein Hochdruckgebiet bilden, dass den Hurrikan auf seinem weiteren Weg blockiert und ihn irgendwo im Bereich Texas stationär werden lassen könnte. Dies könnte die Hochwasserlage noch deutlich verschlimmern. In der neuen Woche könnten die Reste des Hurrikan nach Osten in Richtung Louisiana ziehen und auch hier große Regenmengen bringen.

Tornados: Wenn ein solcher Hurrikan auf Land trifft, sind in einem Bereich die Bedingungen für die Entstehung von Tornados besonders günstig, nämlich auf der rechten Seite der Zugbahn. Hier kommt alles zusammen: Feuchtwarme Luft strömt vom Golf von Mexiko in den gesamten Bereich von Nordosttexas bis nach Louisiana, verbreitet treten Schauer und Gewitter auf und beim Landgang wird der Bodenwind bereits etwas abgebremst, während der Wind weiter oben noch stark weht. Damit stellen sich große Windunterschiede zwischen unten und weiter oben ein, man spricht von Windscherung, die günstig für die Tornadoentstehung ist. Geht ein Hurrikan an Land, können sich Dutzende Tornados bilden, manchmal sogar mehr als 100.


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