Update zum Sturm und zur Sturmflutgefahr

Bevor sich das nächste Hoch bei uns durchsetzt, bestimmt am heutigen Montag (26.12.) noch ein Sturmtief das Wetter bei uns. Es zieht vom Nordmeer nach Norwegen und die zugehörige Kaltfront überquert Deutschland. Sturm droht vor allem in der Nordosthälfte des Landes. An der Nordseeküste, in Bremen und Hamburg besteht zudem die Gefahr einer Sturmflut.

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Die Karte aus dem HD-Modell zeigt die erwartete Luftdruckverteilung am Montagabend (26.12.) in Europa mit einem Sturmtief an der norwegischen Küste und einem sehr kräftigen Hoch über Westeuropa. Dazwischen liegen die Isobaren (Linien gleichen Luftdrucks) sehr eng beieinander. Auf engstem Raum gibt es große Druckunterschiede, die durch starken Wind ausgeglichen werden.

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Die Vorhersagekarte für die Temperaturen am Montagmittag zeigen die Kaltfront etwa von der Eifel bis nach Berlin. Dahinter sinken die Temperaturen um einige Grad ab. Für Details einfach in die Bundesländer und die Landkreise klicken.

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Windböenvorhersage aus dem SuperHD-Modell für Montagmittag: Bei genauem Hinsehen erkennt man eine schmale Linie mit stürmischen Böen, die vor allem von Brandenburg bis nach Nordhessen an der Kaltfront auftreten können. Auf der Rückseite des Tiefs kommt an der Nordsee flächendeckender Sturm auf. Dies ist der so genannte Trogsturm. Darunter versteht man den Sturm, der im Bereich der rückseitigen Höhenkaltluft auftritt. Hier bildet sich ein Bereich mit tieferem Luftdruck aus, dem Trog. Der Höhepunkt des Trogsturms wird an der Nordseeküste für den Montagabend erwartet.

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An der Nordseeküste können am Abend Böen bis etwa 120 km/h auftreten, das entspricht Orkanstärke. An der Ostsee sowie im Binnenland im Norden und Osten Deutschlands folgt der Höhepunkt des Sturms erst im Laufe der Nacht. Um sich den Ablauf des Sturms anzuschauen, kann man die Karten Stunde für Stunde durchklicken und für Details in die Bundesländer und Landkreise/Städte zoomen. Innerhalb der Höhenkaltluft sind im Norden auch kräftige Schauer und Gewitter möglich, in deren Bereich besonders starke Böen vorkommen können.

Dabei dreht der Wind auf West bis Nordweste und drückt das Nordseewasser an die deutsche Nordseeküste und auch in die Weser- und Elbmündung. Damit besteht die Gefahr einer Sturmflut und die verschiedenen Warndienste erwarten für das Nachthochwasser an der deutschen Nordseeküste sowie in Bremen und Hamburg Pegelstände von 1,5 bis 2 Meter über dem mittleren Hochwasser. Das entspricht einer leichten Sturmflut. Da erst am 29.12. Neumond ist, gibt es keinen zusätzlichen Flugberg durch die Mondphasen. Lesen Sie mehr zu Sturmfluten und deren Entstehung.


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