Update zu Trockenheit und Niedrigwasser

Trotz der teils ergiebigen Regenfälle am vergangenen Wochenende herrscht in vielen Teilen Deutschlands weiterhin Trockenheit und die meisten Flüsse führen immer noch Niedrigwasser, ebenso viele Stauseen. Die größten Regenmengen durch das Unwettertief  kamen in Teilen Bayerns und im Nordosten zusammen, wo die Flusspegel vorübergehend deutlich anstiegen. Den größeren Flüssen brachte der Regen kaum Wassernachschub. So liegen die Pegelstände an Rhein und Elbe weiter in der Nähe der bisherigen Tiefststände für diese Jahreszeit. Und am Edersee in Hessen bangt die Tourismusbranche, der Wasserstand liegt bereits mehr als 12 Meter unter dem Mittel für Anfang Juli.

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Die Regensummenkarte mit den gefallenen Mengen in den vergangenen 30 Tagen. Der meiste Regen stammt von dem Unwettertief zur Monatswende. Im Westen und Südwesten sind gebietsweise kaum 10 Liter pro Quadratmeter zusammengekommen und damit nur ein Bruchteil der durchschnittlichen Mengen.

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Wie sieht es konkret an den Gewässern aus? Die Wasserstände des Rheins sind vor allem im Oberlauf seit dem Wochenende vorübergehend einige Zentimeter angestiegen, fallen aber inzwischen wieder und liegen weiter nur wenig über den Rekordwerten für diese Jahreszeit. Auch die meisten Rheinnebenflüsse weisen Niedrigwasser auf. Die Elbe stieg nach den Regenfällen am Wochenende in Dresden vorübergehend um mehr als 60 Zentimeter an. Inzwischen ist der Fluss fast wieder auf dem Stand wie vor dem Starkregen. Der Pegelstand lag heute früh bei 76 Zentimetern und es gibt Einschränkungen für den Schiffsverkehr. Dabei bedeutet der Pegelstand nicht, dass nur noch 76 Zentimeter Wasser im Fluss vorhanden sind. Der Nullpunkt wurde an jedem Ort willkürlich festgelegt, die Pegelstände sind daher auch nicht miteinander vergleichbar.

Der Füllstand der Talsperren in NRW liegt derzeit bei 73,5 Prozent und damit weiterhin im Niedrigwasserbereich. Auch wenn am Donnerstag und Freitag lokal schauerartige Regenfälle auftreten können, so lassen diese höchstens lokal die Pegelstände etwas ansteigen. Auch viele andere Stauseen in Deutschland weisen geringe Wasserstände auf, so die Talsperren im Harz. Die Okertalsperre ist nur noch zu 37 Prozent und die Innerstetalsperre zu 36 Prozent gefüllt. Hier tauchen bereits Reste alter Bauwerke auf. So niedrig war der Wasserstand der Okertalsperre seit 1960 nicht mehr.

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Aseler Brücke am Ederseee

Auch der Wasserstand des Edersees in Nordhessen sinkt Tag für Tag weiter deutlich ab. Inzwischen liegt er mehr als 16 Meter unter dem Vollstau. Da die Oberweser wegen der Trockenheit zu wenig Wasser führt, wird sie durch große Wasserabgaben aus dem Edersee unterstützt. Einige alte Bauwerke wie die bekannte Aseler Brücke sind bereits aufgetaucht, weitere werden folgen. Mit einem Inhalt von 67,6 Millionen Kubikmetern ist der See nur noch zu einem Drittel gefüllt. Wenn nur noch 40 Millionen Kubikmeter übrig sind, wird die Abgabe an die Weser drastisch reduziert. Dies könnte etwa ab dem 18. Juli der Fall sein – so früh wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Im Herbst 2003 strömten Zehntausende Neugierige an den See.

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Die Karte aus dem HD-Modell zeigt die erwarteten Regensummen bis zum Samstagabend. Im Südwesten wird vorerst kaum Regen erwartet. Ob ab Sonntag/Montag stärkere Regenfälle nennenswerten Regennachschub bringen, ist derzeit noch unsicher.


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