Tief NUMA wird zum Tropensturm

Am vergangenen Wochenende war höhenkalte Luft in den zentralen Mittelmeerraum geströmt und über dem noch recht warmen Wasser konnten sich vermehrt Schauer und Gewitter bilden. Es entstand das Tief NUMA, aus dem nun ein Tropensturm hervorgehen kann. Zum Freitag können sich die Schauer und Gewitter über dem rund 20 Grad warmen Wasser zwischen Sizilien und Griechenland um ein Zentrum formieren und so zu einem Subtropischen oder Tropischen Sturm werden. Der Sturm könnte am Wochenende auf Teile Griechenlands treffen.

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Das aktuelle Satellitenbild zeigt im Mittelmeerraum zahlreiche Schauer und Gewitter, die aber noch unorganisiert sind.

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Das Tief liegt am späten Freitagnachmittag mit seinem Zentrum östlich von Sizilien, der Luftdruck im Zentrum beträgt nach dem HD-Modell etwa 1005 Hektopascal.

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Die Windböen am späten Freitagnachmittag aus dem HD-Modell. Man erkennt sehr gut das windschwache Zentrum des Sturms.

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Die Windböen am späten Samstagnachmittag aus dem HD-Modell. Der Sturm zieht langsam in Richtung Griechenland. Ob und wo er auf Land trift, ist derzeit noch völlig offen. Für einen so genannten Medicane mit Windgeschwindigkeiten von Orkanstärke reicht es nach den derzeitigen Berechnungen eher nicht.

Dass sich Tropenstürme und Hurrikane erst bei Wassertemperaturen ab 26 oder 27 Grad bilden können, dachte man lange Zeit. Mittlerweile ist klar, dass es nicht auf die absolute Wassertemperatur ankommt, sondern auf die Temperaturgegensätze zwischen dem Wasser und der Luft in größeren Höhen. Ist es oben kalt genug, ist die Luft labil geschichtet, Schauer und Gewitter bilden sich. Diese können sich um ein Zentrum formieren und so zu einem Tropensturm werden. Seit den 1980er Jahren werden diese Stürme als „Medicanes“ bezeichnet. Das Wort setzt sich zusammen aus medi(terran) und (Hurri)cane. Sie treten bevorzugt in den Herbstmonaten auf, wenn kältere Luft in der Höhe über das noch vom Sommer aufgeheizte Mittelmeer weht. Eingestuft werden Medicanes ähnlich wie Tropische Stürme:

– Mediterrane tropische Depression bis 62 km/h
– Mediterraner Tropischer Sturm mit 63 bis 117 km/h
– Medicane oder mediterraner Hurrikan ab 118 km/h

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In den vergangenen Jahren traten solche Tropenstürme im Mittelmeerraum in fast jedem Jahr auf, zuletzt Ende Oktober 2016. Damals zog ein Tropensturm von Malta nach Griechenland. Anfang Dezember 2014 traf ein Sturm bei Rom auf das italienische Festland und brachte in der Region Sturm und starke Regenfälle.


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Ein Kommentar

  1. Gino 16. November 2017

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